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Zukunftsvisionen des Präsidenten: Vier Vorhaben, die Trump in die Tat umsetzen will (aber diese Dinge gibt's schon längst)

Donald Trumps Ideenreichtum ist verblüffend - uninspiriert. Denn vieles, was dem US-Präsidenten vorschwebt, wurde schon teilweise Jahrzehnte zuvor in die Tat umgesetzt. Vier Beispiele.

Vier Vorhaben, die Donald Trump in die Tat umsetzen will (obwohl es diese schon gibt)

Dumm gelaufen: Viele Ideen, die der US-Präsident Donald Trump vorbringt, wurden schon in die Tat umgesetzt 

AFP

Das wäre doch mal was. Eine große Parade! Am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag! Motto: "Salute to America"! Ein Fest für Patrioten und alle, die es noch werden wollen. Und im besten Fall wird das Event noch zu einer Tradition, sinniert Donald Trump bei einem Kabinettstreffen am Dienstag. 

Der US-Präsident denkt groß. So zumindest der Eindruck, der offenbar hängen bleiben soll. Aber (auch) in diesem Fall nicht hängen bleiben wird: Denn Trumps Zukunftsvision von einer großen Parade am 4. Juli ist eigentlich ein alter Hut - es gibt das Event im Prinzip schon. Jedes Jahr wird der Independence Day mit Marschkapellen, riesigen Luftballons und einer Militärshow in Washington zelebriert. Eigentlich ganz nach dem Geschmack von Trump, der seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron um seinen Festakt beneidet.  

Nicht das erste und einzige Vorhaben, das Trump in die Tat umsetzen will - obwohl es dieses schon gibt. Das "New York Magazine" hat drei weitere Beispiele zusammengetragen.

Donald Trumps verblüffender Ideenreichtum

So hat Trump auch schon im November 2018 zum großen Aufschlag ausgeholt: Nach einem unliebsamen weil kritischen Bericht des US-Senders CNN, dem Intimfeind des US-Präsidenten, präsentierte Trump seine Idee für ein "weltweites Netzwerk, das der Welt zeigt, wie wir wirklich sind". Das Medienunternehmen unter der Ägide der USA, das Trump vorschwebte, ist nun bald seit 80 Jahren auf Sendung: Seit 1942 berichtet der offizielle staatliche Auslandssender "Voice of America", während des Zweiten Weltkriegs gegründet, über die USA in aller Welt. Nachrichten, Informations- und Kultursendungen werden in 43 weiteren Sprachen produziert und verbreitet.

Oder im Juni 2017, als Trump vorschlug, dass Migranten in den ersten fünf Jahren als US-Staatsbürger keine Sozialhilfe erhalten sollten. Ebenfalls eine Idee, die schon in die Tat umgesetzt wurde: Das Gesetz dazu (Personal Responsibility and Work Upportunity Reconciliation Act) ist seit 1996 in Kraft.

Im Februar 2018 machte sich Trump darüber Gedanken, wie man die Amokläufe in den USA eindämmen könnte. Sein Vorschlag: ein Bewertungssystem für Filme und Videospiele, in denen Gewalt dargestellt wird. Dieses Bewertungssystem wird schon seit Jahrzehnten gelebt: Das MPAA-System regelt die Altersfreigabe von Filmen, ähnlich wie hierzulande die FSK, das ESRB die von Videospielen in den USA. 

Quellen: "Intellegencer - New York Magazine", "Voice of America", "Vanity Fair"

Sehen Sie im Video: "Trump-Anhänger geht in El Paso auf Kameramann los"

fs