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Podiumsdiskussion: Zu viele Bernie-Sanders-Fans? Donald Trump ist sauer auf seinen Lieblingssender "Fox News"

Eigentlich passt kein Blatt zwischen Donald Trump und "Fox News". Außer es hakt. Wie jetzt, als Zuschauer die Forderung des Präsidenten-Gegners Bernie Sanders unterstützten und Trump angesäuert fragt, was bei seinem Lieblingssender los sei.

Donald Trump

Donald Trump: etwas pikiert wegen "Fox News"

AFP

"Fox News" ist nicht nur erzkonservativ, sondern auch der erfolgreichste US-Nachrichtenkanal und Donald Trumps Leib- und Magensender. Beinahe symbiotisch bestimmen sie den politischen Takt des Landes, und nur manchmal laufen sie nicht synchron. Am Montag war wieder einer dieser seltenen Momente: Da hatte "Fox" zur Podiumsdiskussion mit Trumps Erzrivalen Bernie Sanders geladen und das Publikum darüber abstimmen lassen, ob es lieber eine staatliche Krankenversicherung hätte (wie von Sanders gefordert) oder eine rein private (wie vom Team Trump/Fox bevorzugt). Die Gäste entschieden sich klar für ersteres, womit der Sender (und Trump) eher nicht gerechnet hatten.

Donald Trump meckert über "Fox"

Diese völlig unrepräsentative Abstimmung mit den Füßen hatte bei Medien für kurze Belustigung gesorgt (wie beim stern). Sanders war mit seinem linkspopulistischen Kurs dem Wahlkämpfer Trump schon 2016 auf den Keks gegangen und die Popularität des 77-jährigen Senators ist weiter ungebrochen. Vielleicht auch deswegen reagierte der US-Präsident nun wieder verschnupft auf Sanders gefeierten Auftritt. Auf Twitter suggerierte Trump sogar, sein Sender "Fox News" habe Bockmist gebaut.

"Viele Trump-Fans und Banner waren vergangene Nacht vor dem 'Fox-News'-Studio in dem nun florierenden (Danke Präsident Trump) Bethlehem, Pennsylvania vor dem Interview mit Crazy Bernie Sanders. Viele Beschwerden, weil sie nicht reingelassen wurden – voll mit Bernie-Unterstützern. Was war da los, 'Fox News'?", schrieb der Präsident. Ganz so, als sei der Sender angehalten, nur Trump-genehmes Publikum einzulassen. Zumal völlig unklar ist, ob es sich bei den Anwesenden tatsächlich um Sanders-Fans gehandelt hat oder ob sie einfach nur diesen Aspekt seiner Politik unterstützen. Die schwierige Situation bei der Krankenversicherung war bei der Zwischenwahl im November ein zentrales Thema und wird es bei der nächsten Abstimmung 2020 auch wieder sein.

Trump nimmt Bernie Sanders ernst

Dass Trump den linken, oder wie es in den USA heißt "progressiven" Sanders durchaus als möglichen Konkurrenten bei der kommenden Präsidentschaftswahl betrachtet, legen auch zwei Folgetweets nahe. In einem schreibt er, dass seiner Ansicht nach "Crazy Bernie Sanders" und "Sleepy (der schläfrige) Joe Biden" die beiden "Finalisten" seien, die gegen ihn antreten werden. Und dann schoss der Präsident noch gegen Sanders, indem er ihm unterstellt, er habe durch seine, also Trumps Steuerreform 600.000 Dollar Einkommenssteuern gespart. "Er wettert immer gegen die Steuersenkungen, außer er profitiert von ihnen."

Lesen Sie hier mehr über die enge Beziehung von Donald Trump und "Fox News":

Quelle: Donald Trump auf Twitter

tkr