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Social-Media-Gipfel im Weißen Haus: Trump über seine Twitter-Aktivitäten: "Die Finger sind nicht so gut wie das Hirn"

Donald Trump hat ein zwiespältiges Verhältnis zu Twitter und Co.: Er liebt den direkten Draht, glaubt aber auch, "zensiert" zu werden. Deshalb lud der US-Präsident zum Social-Media-Gipfel - es war ein Treffen des Selbstmitleids.

Donald Trump auf Weg zum Social Media Gipfel

Donald Trump auf Weg zum Social-Media-Gipfel im Weißen Haus

AFP

"Es wird ein Social-Media-Gipfel - nur ohne Social Media." So lästerte die Zeitung "USA Today" über ein Treffen im Weißen Haus, zu dem Donald Trump am Donnerstag (Ortszeit) geladen hatte. Obwohl es bis kurz vor Beginn keine Gästeliste gab, hatte sich schon vorher abgezeichnet, dass zu dieser Veranstaltung kein einziger Vertreter von Facebook, Twitter und Konsorten kommen würde. Stattdessen saß der US-Präsident mit Unterstützern zusammen und man trug sich gegenseitig Balladen über "Zensur" bei sozialen Medien vor.

Drückt Twitter Trumps Followerschaft?

Donald Trump, im Allgemeinen großer Fan von Twitter, Facebook und Instagram, wetterte gegen das "korrupte Establishment", lügnerische Medien und beschuldigte die Betreiberkonzerne, konservative Meinungen zu unterdrücken. "Unsere Stimme ist lauter als jede andere, aber wir werden nicht fair behandelt", sagte er und warf Twitter indirekt auch vor, die Zahl seiner Follower und der Likes für seine Tweets zu drücken.

Trump vertwittert sich - schon gibt es ein neues Wort

Auch wenn kein Mark Zuckerberg (Facebook) oder Jack Dorsey (Twitter) nach Washington eingeladen war, bedeutet das nicht, dass Trump sie nicht irgendwann im Weißen Haus sehen will. Der US-Präsident kündigte an, in den kommenden Wochen Vertreter der Internetkonzerne einzubestellen, um mit ihnen über das Thema zu reden. Erst im April war Dorsey zu Gast im Oval Office gewesen. Thema damals: Die Onlineplattform diskriminiere Trump. Nach dem, offenbar eher unergiebigem Gespräch, schrieb der Twitter-Chef nur den nichtssagenden Satz: "Hatten ein konstruktives Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten."

Donald Trump fühlt sich unfair behandelt

Trump, der bei Twitter auf 62 Millionen Follower kommt und diese Zahl seit Amtsantritt fast vervierfacht hat, meckert schon seit langem über angebliche Benachteiligungen. Im vergangenen Sommer warf er dem Unternehmen ein so genanntes shadow banning vor – eine indirekte Sperrung, bei dem die Sichtbarkeit eines Nutzers über die Suchfunktionen heruntergeregelt werde. Beweise für seine Vorwürfe legte Trump aber nicht vor. Unter den Betroffenen seien prominente Republikaner sowie der Sprecher von Trumps Sohn Donald Trump Jr. Twitter reagierte damals nicht direkt auf den Vorwurf. Ein Sprecher erklärte, das Phänomen der "shadow bans" habe technische Gründe und richte sich nach dem Nutzerverhalten und nicht nach politischen Ansichten.

Der US-Präsident blockt aber selbst oft kritische Follower bei Twitter. Während sich einige Nutzer einen Spaß daraus machen, Trump so lange zu provozieren, bis sie von seiner Timeline verbannt werden, hatten einige geblockte Forscher von der Columbia Uni gegen Trumps Vorgehen geklagt – und gewonnen: Laut des zuständigen US-Berufungsgerichts in New York habe Trumps Twitter-Auftritt einen de facto offiziellen Charakter, weswegen Blockaden gegen den ersten Verfassungszusatz (Meinungsfreiheit) verstießen.

Twitter, der direkte Draht

Trump nutzt Twitter wie kein US-Präsident vor ihm, um dort politische Entscheidungen zu verkünden oder - bisweilen derbe - gegen Kritiker und Andersdenkende zu wüten. Das Gute an sozialen Medien sei, dass er dort direkt mit den Bürgern kommunizieren könne, ohne auf Medien angewiesen zu sein, die "fake news" produzieren, sagte Trump am Donnerstag.

Wenn er eine Pressemitteilung veröffentliche, interessiere das niemanden. Aber: "Wenn ich es in den sozialen Medien poste, ist es wie eine Explosion." Twitter sei "wie eine Schreibmaschine": Was er dort verkünde, lande quasi direkt in den Laufbändern der Fernsehsender, erzählte der US-Präsident stolz.

Andererseits beklagte sich das Staatsoberhaupt gleichzeitig auch über ein Zuviel der Aufmerksamkeit. So würden Medien oft auf Rechtschreibfehlern in seinen Tweets herumreiten. Dabei sei er eigentlich gut in Rechtschreibung. "Aber die Finger sind nicht so gut wie das Hirn." Sein berühmtester Twitter-Unfall war das Posten des Wortes "Covfefe" – von dem bis heute nicht bekannt ist, was es heißen soll. Trump, obwohl nicht für seinen Humor bekannt, nahm den Vorfall locker und forderte seine Follower später scherzhaft auf, die Bedeutung zu erraten.

Seltener Einblick in Trumps Seelenleben

Trump nutzte das Treffen "unter Freunden", wie er selbst sagte, aber auch, um anderweitig einen seltenen Einblick in sein Seelenleben zu geben. Er plauderte über seine Vergangenheit bei der TV-Show "The Apprentice", über die täglichen Wind-und-Wetter-Herausforderungen für seine Frisur - und lobte die Kreativität seiner Social-Media-Gefolgschaft: "Der Mist, den ihr euch ausdenkt, ist unglaublich", sagte er.

Als gäbe es keine drängenden Probleme wie den Iran-Konflikt, den Atomstreit mit Nordkorea, den Handelskrieg mit China, die jüngsten Unstimmigkeiten mit den Briten, das Dauer-Gerangel mit den Demokraten, machte Trump schon das nächste Konfliktfass auf: sein Kampf gegen Kryptowährungen. Konkret drohte er damit, Facebooks geplantes Bezahlmittel "Libra" von den Banken regulieren zu lassen. Am Freitag legte er nach und schrieb auf Twitter: "Wenn Facebook und andere Unternehmen eine Bank werden wollten, bräuchten sie eine entsprechende Konzession." Und weiter: "Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen." Sie seien nicht wertbeständig und könnten illegale Machenschaften wie Drogenhandel fördern.

Quellen: "The Verge", "Handelsblatt", Trumpblockparty auf Twitter, Knight First Amendment Institute, United States Court of Appeals, USA Today

mit DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(