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Hardliner: Donald Trumps Sicherheitsberater John Bolton ließ angeblich Angriff auf den Iran prüfen

US-Sicherheitsberater John Bolton ist als Hardliner gegenüber dem Iran bekannt. Nun sorgt Trumps rechte Hand in Sachen Verteidigung für Schlagzeilen: Einem Bericht zufolge soll er um Optionen für einen Angriff gebeten haben.

Donald Trump John Bolton

Donald Trump und sein Sicherheitsberater John Bolton (l.)

AFP

Schon vor mehr als drei Jahren hatte der außenpolitische Falke John Bolton in einem gefordert: "Bombardiert den Iran, um die iranische Bombe zu stoppen". Damals hatte der konservative Politiker kein Amt – anders als jetzt, wo er als Sicherheitsberater für Donald Trump besonders viel Einfluss hat. Und in dieser Funktion soll er im vergangenen Jahr Optionen für einen Angriff auf den Iran angefordert haben. Das berichtet das "Wall Street Journal".

Auslöser ein Angriff in Bagdad

Hintergrund sei ein Angriff mit drei Mörsergranaten auf das Diplomatenviertel in der irakischen Hauptstadt Bagdad gewesen, schrieb das Blatt unter Berufung auf amtierende und frühere Regierungsmitarbeiter. Zwar sei bei dem Angriff, der einer militanten Gruppe mit Verbindungen zum Iran zugeschrieben werde, niemand verletzt worden, aber er habe ungewöhnlichen Alarm im Weißen Haus ausgelöst.

Das zuständige US-Verteidigungsministerium habe die erbetenen Optionen ausgearbeitet, hieß es in dem Bericht weiter. Nach Darstellung der Zeitung ist jedoch nicht klar, ob die Vorschläge dem Weißen Haus vorgelegt wurden, ob Präsident Donald Trump von der Anfrage wusste und ob ernsthafte Pläne für einen Angriff gegen den Iran Gestalt annahmen. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates erklärte, man stelle Präsident Donald Trump Optionen zur Verfügung, um auf eine Vielzahl von Bedrohungen zu reagieren.

Pentagon von der Anfrage überrumpelt?

Das "Wall Street Journal" schrieb, die Anfrage habe sowohl im Pentagon als auch im Außenministerium Besorgnis ausgelöst. "Sie verunsicherte die Menschen", wurde einer ranghoher Ex-Mitarbeiter zitiert. "Es war irre, wie unverblümt sie über einen Angriff auf den Iran sprachen." Ein Regierungsmitarbeiter, der nicht namentlich zitiert werden wollte, stellte es anders dar. Es stimme nicht, dass das Außenministerium und das Pentagon von der Anfrage überrumpelt worden seien, sagte er der deutschen Nachrichtenagentur DPA. Auf Details ging er aber nicht ein.

Trump hatte im Mai 2018 in einem Alleingang das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt. Die US-Regierung wirft der Führung in Teheran unter anderem vor, Terror zu betreiben und mit einer aggressiven Politik den Nahen Osten zu destabilisieren. Trumps Sicherheitsberater Bolton gilt weiter als Hardliner gegenüber der islamischen Republik.

nik / DPA
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