HOME

NBC-Bericht: "Geschenk" für Trump: Liefert Putin Snowden aus?

Russlands Präsident Wladimir Putin denkt angeblich darüber nach, Donald Trump den Whistleblower Edward Snowden auszuliefern. Der hat ihn bereits zum Staatsfeind erklärt - und mit der Exekution gedroht.

Donald Trump und Edward Snowden

Dass Donald Trump Whistleblower Edward Snowden für einen üblen Staatsfeind hält, hat er bereits deutlich gemacht

US-Präsident Donald Trump gilt vielen ohnehin schon als Putin-Versteher und russlandnah. Nun versucht der Kreml möglicherweise mit einer Art Willkommensgeschenk den US-Präsidenten noch weiter für sich zu gewinnen. Wie "NBC News" berichtet, denkt Russland darüber nach, den US-Whistleblower Edward Snowden als "Geschenk" an die USA auszuliefern.

NBC bezieht sich auf einen anonymen US-Behördenmitarbeiter mit Zugang zu Geheimdienstmaterial. Der behauptet, Russland betrachte eine Snowden-Auslieferung als eine mögliche Option, um sich bei Trump anzubiedern. Eine zweite Quelle aus US-Geheimdienstkreisen habe das Geheimdienstmaterial bestätigt. Wie konkret diese russischen Überlegungen wirklich sind, ist unklar.

So reagiert Team Snowden

Snowdens Anwalt Ben Wizner sagte NBC, er wisse nichts von Plänen, seinen Mandanten zurück in die USA zu schicken. "Team Snowden hat keine solchen Signale empfangen und sieht keinen Grund für Beunruhigung", sagte Wizner.

Auch Snowden selbst reagierte auf den Bericht. Er sieht in den angeblichen Auslieferungsplänen den Beweis, dass er kein russischer Spion sein könne. "Endlich: unwiderlegbarer Beweise, dass ich nie mit dem russischen Geheimdienst zusammengearbeitet habe. Kein Land verkauft Spione, da der Rest fürchten würde, dass sie die nächsten sind", schrieb Snowden auf Twitter. 

Das Weiße Haus kommentierte den NBC-Bericht nicht. Das Justizministerium erklärte aber, man würde eine Rückkehr Edward Snowdens, dem in den USA mindestens 30 Jahre Haft drohen, sehr begrüßen. Und auch Donald Trump würde den US-Staatsfeind wohl nur zu gerne in die Finger bekommen, hat er ihn doch bereits verbal aufs Schärfste verurteilt.

"Ich denke, er ist ein totaler Verräter und ich würde mit ihm hart umgehen", sagte Trump im Juli. "Und wenn ich Präsident wäre, würde Putin ihn ausliefern", ergänzte der damalige Kandidat Trump. Was er mit ihm am liebsten anstellen würde, hat Trump bereits im Oktober 2013 verraten. Damals twitterte er: "Snowden ist ein Spion, den man exekutieren sollte."

bak