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Studie Facebook ist der "Superspreader" für Corona-Fake-News

Studie: Facebook ist der "Superspreader" für Corona-Fake-News
© Kenzo Tribouillard / AFP
Spätestens seit der Corona-Pandemie wissen wir, dass sich Fake News ähnlich wie ein Virus schnell und ungefiltert über die sozialen Netzwerke verbreiten. Eine aktuelle Studie zeigt, welches Medium der schlimmste Verbreitungskanal ist.

In der Corona-Pandemie haben Verschwörungstheorien Konjunktur. Weltweit werden in den sozialen Medien massenhaft Fake News, falsche Informationen oder schlicht Lügen verbreitet. Das Problem: Selbst die krudesten Theorien über das Coronavirus finden ihre Anhänger. Aber man kann nicht über Verschwörungstheorien reden, ohne einen Blick darauf zu werfen, wie sie zu ihren Gläubigen gelangen. Ohne Facebook oder Twitter wäre eine globale Verbreitung der Verschwörungstheorien nicht in dieser massiven Form möglich.

In der Studie "Journalism & The Pandemic" wurden rund 1.400 Journalisten und Medienschaffende aus 125 Ländern zum dem Thema befragt. Ein Frage lautete, wer ihrer Meinung nach die meisten Covid-19-Fake-News verbreitet. Die Antwort ist eindeutig: Zwei Drittel der Befragten sagen, dass Facebook am häufigsten Desinformationen zur Corona-Pandemie verbreitet. An zweiter und dritter Stelle folgen mit deutlichem Abstand Twitter und WhatsApp, wie die Statista-Grafik zeigt. 

Studie: Facebook ist der "Superspreader" für Corona-Fake-News

Wie toxisch es auf Facebook in vielerlei Hinsicht zugeht, zeigt der Transparenzbericht des Unternehmens. Immerhin geht Facebook mittlerweile verstärkt gegen Fake News und Verschwörungstheorien vor - auch ein Post von Donald Trump, in dem er behauptete, eine Covid-19 sei nicht schlimmer als eine Grippe, wurde gelöscht. Facebook-Sprecher Andy Stone begründete das damit, dass der Inhalt gegen die Richtlinien zur Verbreitung von Desinformationen bezüglich des Coronavirus verstoßen hätte.

Statista / tis

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