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Gedenkstätte Weltkriegs-Denkmal eingeweiht


Mit einem Festakt vor mehr als 100 000 Zuschauern ist in Washington eine nationale Gedenkstätte für die amerikanischen Opfer im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden.

Mit einem Festakt vor mehr als 100 000 Zuschauern ist in Washington eine nationale Gedenkstätte für die amerikanischen Opfer im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden. US-Präsident George W. Bush würdigte die "großartigste Generation", die für den Sieg über Tyrannei und Unfreiheit gekämpft habe. "Wir hissen unsere Flagge über einem Denkmal, das so lange stehen wird, wie Amerika selbst", sagte Bush.

Die US-Streitkräfte seien im Zweiten Weltkrieg überall in Europa als Befreier begrüßt worden, sagte Bush. Die Entschlossenheit des damaligen Präsidenten Franklin D. Roosevelt sei stärker gewesen als jede Macht eines Diktators, und sein Glaube an die Demokratie sei absolut gewesen.

Vergleich zum Irak-Krieg

Zuvor hatte Bush einen Vergleich zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem Irak-Krieg gezogen. In beiden Kriegen sei es um die Verteidigung der Freiheit gegangen, betonte er in seiner Radioansprache. "Wir werden stets jene Generation ehren, die im Krieg kämpfte (...) und ihr Leben gab, und deren Opfer es möglich machten, dass Tyrannen stürzten, Faschismus und Nationalsozialismus besiegt wurden und die Freiheit siegte." Heute habe die Freiheit neue Feinde, "und eine neue Generation von Amerikanern ist angetreten, um sie zu besiegen".

An der Veranstaltung mitten in der US-Hauptstadt nahmen bei strahlend schönem Wetter neben dem amtierenden Präsidenten auch seine Amtsvorgänger, sein Vater George Bush sowie Bill Clinton, teil. Auch der demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry war zu der Feier gekommen. Die Behörden hatten besonders strenge Sicherheitsmaßnahmen verfügt, da ein Anschlag des Terrornetzwerks El Kaida befürchtet wurde.

Mahnmal wurde scharf kritisiert

Zehntausende Kriegsveteranen, die meisten deutlich über 80 Jahre alt, waren unter den Zuschauern, die an der Zeremonie zur Eröffnung der Gedenkstätte teilnahmen. Sie soll an die 400 000 gefallenen US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg erinnern. Das Mahnmal, das 172 Millionen Dollar (144 Millionen Euro) gekostet hat, ist wegen seiner monumentalen Größe und seiner Architektur in den USA scharf kritisiert worden. Manche Veteranen bedauerten, dass es so lange gedauert habe, bis das Denkmal realisiert wurde. Von den 16 Millionen US-Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben, leben heute nur noch vier Millionen.


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