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Entscheidung des Supreme Courts Wut-Proteste und besetzte Autobahnen: Zehntausende demonstrieren gegen gekipptes Abtreibungsrecht

Sehen Sie im Video: Zehntausende demonstrieren gegen gekipptes Abtreibungsrecht.




STORY: Zehntausende Bürgerinnen und Bürger sind in der Vereinigten Staaten auf die Straße gegangen, um ihrem Ärger Luft zu machen, über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes zum Recht auf Abtreibung. Die Demonstranten skandierten Slogans, trugen Plakate und besetzten Straßen überall in den USA. Allein in New York drängten sich mindestens zehntausend Demonstranten im Washington Square Park, um gegen das Verbot zu protestieren. Der Supreme Court hatte zuvor das Urteil Roe vs. Wade aus dem Jahr 1973 gekippt, in dem das verfassungsmäßige Recht der Frau auf Abtreibung anerkannt wurde. In Los Angeles blockierten Demonstranten den Verkehr auf einer Autobahn. In einigen Fällen kam es zu Auseinandersetzungen mit Fahrzeugen. Ähnliche Demonstrationen gab es auch in Boston und Seattle. Auch vor dem Obersten Gerichtshof selbst demonstrierten Menschen gegen die Entscheidung. Die mobilisierende Entrüstung über den Schritt könnte weit reichen - bis zu den Kongresswahlen im November. Die Entscheidung dürfte auch die Debatte über die Legitimität des Gerichtshofs verschärfen, der einst ein unanfechtbarer Eckpfeiler des amerikanischen Systems war, aber wegen mehrerer konservativer Entscheidungen zunehmend infrage gestellt wird.
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Die Entscheidung des Obersten Gerichts in den USA verärgert die US-Bürger. Zahlreiche Menschen gingen deshalb auf die Straßen – und stellen damit auch die Legitimität der Richter in Frage.

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