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US-Botschafter Gordon Sondland: Drei Frauen werfen wichtigem Zeugen in Ukraine-Skandal sexuelle Übergriffe vor

Eine Woche nach seiner Aussage, die Donald Trump in der Ukraine-Affäre schwer belastet hat, wird Spitzendiplomat Gordon Sondland von drei Frauen des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt. Er selbst wehrt sich. 

Gordon Sondland Befragung

Gordon Sondland bei seiner Befragung im US-Kongress

AFP

Eine Woche nach seiner aufsehenerregenden Aussage vor dem US-Kongress zu den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump gerät ein Schlüsselzeuge in Bedrängnis. Drei Frauen werfen dem US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, sexuelle Übergriffe vor, wie "ProPublica" und "Portland Monthly" in einem gemeinsam veröffentlichten Artikel berichteten. In einer Erklärung wies der 62-Jährige die Anschuldigungen zurück. Sie seien "zu politischen Zwecken" abgestimmt worden.

Sondland soll Frauen unsittlich berührt haben

Die Vorwürfe umfassen die Jahre 2003 bis 2010 und somit die Zeit vor Sondlands Zeit als Botschafter. Danach soll Sondland gewaltsam versucht haben, die Frauen zu umarmen und zu küssen. Außerdem habe er sie unsittlich berührt. Nachdem die Frauen ihn zurückgewiesen hätten, soll der damalige Unternehmer dem Bericht zufolge berufliche Vergeltungsmaßnahmen gegen sie ergriffen haben. Alle drei Frauen standen beruflich in Kontakt mit Sondland.

Mit seiner Aussage hatte Sondland Trump und weitere Schlüsselfiguren in dessen Umfeld schwer belastet. Trump habe ihn und andere Regierungsvertreter ausdrücklich angewiesen, in Sachen Ukraine mit seinem Anwalt Rudy Giuliani zusammenzuarbeiten. Giuliani wiederum habe im Gegenzug für ein Treffen im Weißen Haus eine öffentliche Ankündigung Selenskyjs zu Untersuchungen gegen den Sohn des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden gefordert.

Sondland hatte dem Trump-Team für die Feierlichkeiten zur Amtseinführung im Januar 2017 eine Million US-Dollar gespendet. Er wurde 2018 zum Botschafter ernannt.