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Wirtschaftsforum in Davos: Greta Thunberg kritisiert: Bislang "nichts getan" gegen den Klimawandel

Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos wird die Rede von US-Präsident Donald Trump erwartet. Vor ihm trat bereits Greta Thunberg in Diskussionsrunden auf.

Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos hat die schwedische Aktivistin Greta Thunberg Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft Versagen im Kampf gegen den Klimawandel vorgeworfen. Bislang sei "nichts getan" worden, sagte Thunberg am Dienstag bei ihrem ersten Auftritt im schweizerischen Davos.     

"Wir kämpfen alle für die Umwelt und das Klima", sagte die junge Schwedin. Der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid sei aber noch nicht verringert worden. Es seien deshalb "viel mehr" Anstrengungen nötig. "Das ist erst der Anfang", mahnte die junge Klimaaktivistin.    

Klimaaktivistin Greta Thunberg spricht während des Weltwirtschaftsforums in Davos

Klimaaktivistin Greta Thunberg spricht während des Weltwirtschaftsforums in Davos

AFP

Der Klimaschutz sei durch die Proteste junger Menschen zu einem wichtigen Thema geworden, noch gebe es jedoch keinen Fortschritt. Sie persönlich könne sich nicht darüber beklagen, nicht gehört zu werden. Aber für die Wissenschaft und die "Stimme der jungen Menschen" sei dies nicht der Fall.  

Davos: Donald Trump spricht zum Auftakt

Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) im Skiort Davos geht es in diesem Jahr auch um den Klimawandel und einen nachhaltigen Kapitalismus. Zu dem Treffen werden bis Freitag rund 2800 Teilnehmer und 53 Staats- und Regierungschefs erwartet.     

US-Präsident Donald Trump traf am Dienstagmorgen ein. Er soll um 11.30 Uhr eine Rede vor dem Plenum halten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht am Donnerstag.   

Trump will in Davos zahlreiche bilaterale Gespräche führen, unter anderem mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und dem irakischen Präsidenten Barham Saleh. Ein offizielles Treffen mit Greta Thunberg ist nicht vorgesehen. Sie tritt nach der Rede Trumps am Dienstag aber noch mehrere Male auf. 

Umweltaspekte wichtiger   

Nachdem im vergangenen Jahr die vielen mit Privatjets anreisenden Teilnehmer für Kritik gesorgt hatten, wollen die Organisatoren in diesem Jahr den Umweltaspekt höher hängen. Wegwerfprodukte wurden aus dem Kongresszentrum verbannt, an den Buffets sind zudem mehr fleischlose Nahrungsmittel zu finden.    

Erstmals sollen darüber hinaus für das Kongresszentrum Solarenergie und Geothermie zum Einsatz kommen. Außerdem baute die Gemeinde Davos einen neuen Bahnhof, damit die WEF-Gäste per Shuttlezug zum Kongresszentrum gelangen können.

fin / AFP