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Französische Firma: Großbritannien lässt neue Pässe in der EU produzieren

Mit dem Brexit soll sich auch die Farbe der britischen Pässe ändern. Doch die Produktion der neuen Dokumente kommt der Wirtschaft Großbritanniens nicht zugute: Eine Firma aus Frankreich hat den Auftrag erhalten. 

Künftig ohne EU-Verweis: der britische Reisepass

Künftig in blau und ohne EU-Verweis: der britische Reisepass 

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Britische Staatsbürger erhalten künftig wieder einen blauen Pass. Das Dokument soll nach den Vorstellungen von Premierministerin Theresa May "Ausdruck unserer Unabhängigkeit und Souveränität" werden. Dennoch werden die Pässe in der EU produziert. 

Großbritannien vergibt Auftrag nach Frankreich

Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, hat die französische Firma Gemalto den Auftrag an Land gezogen. Dies teilte Martin Sutherland, Chef der britischen Unternehmens De La Rue, dem BBC-Radio am Donnerstag. De La Rue produzierte bisher die Pässe, verlor nun aber die Ausschreibung gegen das günstigere Angebot von Gemalto. Sutherland zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung der Regierung, die Pässe nicht im eigenen Land produzieren zu lassen.

1988 wechselte Großbritannien zu burgundroten Pässen. Die Rückkehr zu dem früher üblichen blauen Pass sei vor allem von den Befürwortern des Brexit begrüßt worden, heißt es in dem Bericht von Reuters. Allerdings hätte eine Wiedereinführung der blauen Pässe nach EU-Richtlinien auch ohne den Austritt aus dem Staatenbund stattfinden können, da es sich um eine nationale Entscheidung handelt. Großbritannien will die EU im April 2019 verlassen.

mit Weltkarte
fri