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53 Aktivisten festgenommen Größte Verhaftungswelle in Hongkong seit Einführung des Sicherheitsgesetzes

Sehen Sie im Video: Mehr als 50 Aktivisten wegen angeblicher Verstöße gegen das Sicherheitsgesetz in Hongkong festgenommen.




Bei der größten Verhaftungswelle seit Verabschiedung des umstrittenen Sicherheitsgesetzes hat die Polizei in Hongkong am Mittwoch Dutzende pro-demokratische Aktivisten festgenommen. Ihnen werden Verstöße gegen das neue Gesetz in der chinesischen Sonderverwaltungszone vorgeworfen. Die Gruppe plane, der Gesellschaft "ernsthaften Schaden" zuzufügen, sagte der Sicherheitsminister. Die Behörden würden keine subversiven Handlungen tolerieren. Medienberichten zufolge waren unter den Verhafteten neben ehemaligen Abgeordneten auch die Aktivisten James To, Lam Cheuk-ting und Lester Shum. Bürger Hongkongs zeigten sich geschockt von den Festnahmen. 30-JÄHRIGER HONGKONG-BEWOHNER UND IT-FACHMANN, JAY LAM "Im Moment denke ich, dass ich Hongkong einfach verlassen und in ein anderes Land ziehen sollte." 29-JÄHRIGE HONGKONG-BEWOHNERIN UND ZAHNARZTHELFERIN, MANNIE NG "Als ich heute die Nachrichten sah, war ich völlig schockiert. Ich bin sehr enttäuscht. So etwas passiert in Hongkong, und wir können nichts dagegen tun. Ich fühle mich sehr unglücklich. Selbst in dieser Pandemie tut die Regierung noch Dinge, um die Menschen zu terrorisieren." China hat das Gesetz trotz scharfer internationaler Proteste verabschiedet. Der Regierung in Peking zufolge sollen damit Abspaltung, Subversion, und Terrorismus bekämpft werden. Viele westliche Staaten werfen China dagegen vor, Bürgerrechte in Hongkong auszuhöhlen und die Demokratie-Bewegung dort mundtot machen zu wollen.
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Die Bürger in Hongkong sind fassungslos und wütend. Mehr als 50 pro-demokratische Aktivisten wurden bei der größten Verhaftungswelle seit Einführung des Sicherheitsgesetzes festgenommen.

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