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Independence Day Trotz Corona und Brandgefahr: Trump bekommt sein Feuerwerk am Mount Rushmore

Am Mount Rushmore sind die Köpfe der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln (v.l.n.r.) eingemeißelt
Am Mount Rushmore sind die Köpfe der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln (v.l.n.r.) eingemeißelt
© Scott Olson/Getty Images / AFP
Am 4. Juli feiern die USA ihren Unabhängigkeitstag. Zum ersten Mal seit 2009 soll es auf Wunsch von US-Präsident Trump ein Feuerwerk am Mount Rushmore geben – trotz Corona mit tausenden Zuschauern.

US-Präsident Donald Trump wohnt am Freitag einem großen Feuerwerk am Monument Mount Rushmore anlässlich des Nationalfeiertags bei. Die Feier am Vorabend des Unabhängigkeitstags 4. Juli ist umstritten: Nicht nur befürchten Experten neue Coronavirus-Infektionen, wenn 7500 Zuschauer am Mount Rushmore zusammenkommen. Aus Sorge vor Waldbränden hat es an dem Monument im Bundesstaat South Dakota zudem seit mehr als zehn Jahren keine Feuerwerke mehr gegeben.

Vier Köpfe als Touristenmagnet

Der Mount Rushmore ist eines der bekanntesten Monumente der USA und zieht Jahr für Jahr mehr als zwei Millionen Besucher an. Die Köpfe der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln wurden zwischen 1927 und 1941 in den Gebirgszug Black Hills in Granit gemeißelt. Jeder der Köpfe ist rund 18 Meter hoch.

Der Bildhauer Gutzon Borglum wählte die vier Präsidenten als Verkörperung von vier Etappen der US-Geschichte aus: Der erste US-Präsident Washington (1789-1797) steht für die Geburt des Landes, Jefferson (1801-1809) für das Wachstum, Lincoln (1861-1865) für die Bewahrung der Einheit während des Bürgerkrieges und Roosevelt (1901-1909) für die Modernisierung der USA.

Ein Feuerwerk für Präsident Trump

Trump soll seit Jahren auf ein Feuerwerk am Mount Rushmore zum Nationalfeiertag gedrungen haben. Das Problem: Seit 2009 wurden dort aus Sorge vor Wald- und Buschbränden keine Feuerwerkskörper mehr abgefeuert. Inzwischen beteuern die Behörden, die Gefahr sei gebannt. Kürzlich wurden kontrolliert Brände gelegt, um totes Gestrüpp zu beseitigen. Die Feuerwehr wird am Freitag zudem im Einsatz sein, um mögliche Brände schnell zu löschen.

Über eine Lotterie wurden 7500 Zuschauertickets für das Feuerwerk vergeben. Experten sehen bei so vielen Teilnehmern ein erhöhtes Corona-Ansteckungsrisiko, die US-Gesundheitsbehörden raten grundsätzlich von großen Menschenmengen ab. Zwar werden bei der Veranstaltung Schutzmasken verteilt, eine Maskenpflicht wird es aber nicht geben.

Sorge wegen des Coronavirus

Die USA erleben derzeit einen dramatischen Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen. Allerdings ist das im Mittleren Westen gelegene South Dakota weniger betroffen als die meisten anderen Bundesstaaten: Bislang wurden in dem Bundesstaat insgesamt rund 6800 Infektionen und weniger als hundert Tote gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen war in den vergangenen Wochen relativ stabil auf einem niedrigen Niveau.

Trump, der am Freitag von seiner Ehefrau Melania begleitet wird, drängt schon seit geraumer Zeit zu einer Rückkehr zur Normalität. Er hatte vor knapp zwei Wochen mit seiner ersten Wahlkampfveranstaltung vor tausenden Anhängern nach dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause viel Kritik auf sich gezogen.

Die Feiern gehen in Washington weiter

Am Unabhängigkeitstag selbst wird Trump in der Hauptstadt Washington an einer großen Zeremonie unter dem Motto "Salut to America" (Salut an Amerika) teilnehmen. Geplant sind wie im Vorjahr Musik, Überflüge von Militärmaschinen und ein großes Feuerwerk.

Grundsätzlich wird der 4. Juli in den USA mit großen Feuerwerken gefeiert, tagsüber zieht es die Menschen zum Picknick ins Freie. Wegen der Coronavirus-Pandemie werden in diesem Jahr aber beispielsweise viele Strände geschlossen. An dem Nationalfeiertag wird der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776 gedacht.

tkr/Fabian Erik Schlüter AFP

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