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Islamischer Dschihad: Israels Luftwaffe greift Ziele militanter Palästinenser an

Am Donnerstag wurde unter Vermittlung Ägyptens eine Waffenruhe zwischen dem Islamischen Dschihad und Israel ausgehandelt. Diese hielt nur kurz. Bis zum Abend flogen von Gaza aus vereinzelt Raketen nach Israel.

Nahost-Konflikt

Benjamin Netanjahu (vorne,r), Premierminister von Israel, inspiziert das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome. Foto: Amos Ben-Gershom/GPO/dpa

Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben des Militärs erneut Ziele der Extremistenorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen angegriffen.

Das gab das israelische Armee in der Nacht zu Freitag via Twitter bekannt, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. «Dies geschieht, nachdem von Gaza aus heute willkürlich Raketen auf israelische Bürger gefeuert wurden», hieß es weiter.

Nach zwei Tagen heftiger Konfrontationen hatten sich Israel und der Islamische Dschihad unter Vermittlung Ägyptens am Donnerstag auf eine Waffenruhe geeinigt. Trotzdem feuerten militante Palästinenser bis zum Abend nach Armeeangaben noch vereinzelt Raketen nach Israel ab.

Die Zahl der durch israelische Luftangriffe getöteten Palästinenser im Gazastreifen stieg am Donnerstag auf 34 an. Der Islamische Dschihad wird von EU und USA als Terrororganisation eingestuft und hat in der Vergangenheit häufig Anschläge in Israel verübt. Die Organisation wird von Israels Erzfeind Iran finanziert und hat sich die Zerstörung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben.

Die militanten Palästinenser reagierten mit dem Beschuss auf Israel auf die gezielte Tötung ihres Militärchefs Baha Abu Al Ata durch die israelische Luftwaffe. Auch seine Frau kam bei dem Angriff in der Nacht zum Dienstag ums Leben. Israel griff anschließend Dutzende Ziele des Islamischen Dschihad im Gazastreifen an.

dpa