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Jean Asselborn vs. Matteo Salvini: Video von vertraulichem EU-Treffen: Wurde Luxemburgs Chefdiplomat in eine Falle gelockt?

Auf einem EU-Treffen platzte dem Außenminister Luxemburgs der Kragen. Anlass war ein Statement seines italienischen Kollegen. Nun kursiert ein Video davon auf Facebook, obwohl das Treffen vertraulich war.

Jean Asselborn beäugte schon kurz vor seinem Ausbruch Salvini misstrauisch

Jean Asselborn beäugte schon kurz vor seinem Ausbruch Salvini misstrauisch

DPA

Jean Asselborn kennen die meisten Deutschen als leutseligen und wortgewandten Außenminister Luxemburgs. Europas dienstältester Chefdiplomat ist immer dann im ZDF Heutejournal oder den ARD Tagesthemen zu sehen, wenn es um die große europäische Politik geht: Flucht und Migration. Verbale Ausfälligkeiten sind bisher nicht über ihn bekannt. Doch er kann auch anders.

Auf Facebook macht nun ein Video die Runde, in dem sich Asselborn mit Italiens Innenminister Matteo Salvini anlegt.

Paragona i nostri nonni emigrati ai clandestini che sbarcano oggi, vuole più immigrati in Europa e conclude urlando:...

Gepostet von Matteo Salvini am Freitag, 14. September 2018

Die Aufnahme ist nachweislich bei einem EU-Treffen am Donnerstag in Wien entstanden. Asselborn hatte sich dort für legale Migration ausgesprochen. Die sei aus demographischen Gründen nötig, weil Europas Bevölkerung zunehmend älter werde. Im Video ist zu sehen wie Salvini zu einer Stichelei anhebt: Während Asselborn der Ansicht sei, Migration sei für das überalterte Europa aus demografischen Gründen nötig, unterstütze seine Regierung junge Italiener dabei, wieder mehr Kinder zu bekommen, sagte Salvini. Dies sei besser, als "neue Sklaven" nach Europa zu holen. 

Jean Asselborn vermutet eine Falle

Im Video stuzt Asselborn kurz und unterbricht dann Salvini. "Das geht zu weit", empört er sich. Der Chef der Lega-Partei redet ohne Regung weiter: "Wenn Sie in Luxemburg mehr Migration brauchen - ich für meinen Teil bevorzuge es, Italien den Italienern vorzubehalten."

Dieser letzte Satz war für den Luxemburger wohl zu viel. Sichtlich genervt schmeißt er seinen Kopfhörer bei Seite, greift mit Verve zum Mikrofon. "In Luxemburg haben wir zehntausende Italiener, mein Herr!" Sie seien auf der Suche nach Arbeit gekommen, "damit Sie in Italien Geld für Ihre Kinder haben", wettert Asselborn. "Scheiße noch mal."  Er ringt noch immer mit der Fassung.

Für den Außenminister war damit wohl die Sache zunächst erledigt. Für Salvini allerdings nicht. Er selber veröffentlichte den Mitschnitt dieses Wutausbruchs auf Facebook. Und damit ist der Eklat noch ein Stück brisanter geworden. Denn eigentlich fand das Treffen hinter verschlossen Türen statt. Was dort gesagt wurde, war Sache der Minister. Journalisten und ihre Kamerateams waren nicht zugegen. 

Asselborn sieht sich gar gezielt von Salvini in eine Falle gelockt. Er habe von der Aufzeichnung nichts mitbekommen, sagte er dem "Spiegel". Er vermute Salvinis Leute hinter den Aufnahmen. Sollte dieser Vorwurf stimmen, wäre das ein schwerer Vertrauensbruch. So könnten keine ehrlichen Diskussionen zwischen EU-Ministern mehr stattfinden, ereifert sich Asselborn.

sos
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.