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Kabul: Erst ein Anschlag, dann laufen die Helfer in die Sprengfalle

Doppelanschlag in Kabul: Bei zwei aufeinanderfolgenden Explosionen in der afghanischen Hauptstadt sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind mindestens vier Journalisten.

Verletzter Anschlag Kabul

Ein Verletzter wird nach einem Anschlag in Kabul abtransportiert

DPA

Bei zwei Explosionen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 20  Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Einem Polizeisprecher zufolge soll ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad die erste Detonation ausgelöst haben, wie afghanische Medien am Montagmorgen berichteten.

Zahl der Toten in Kabul kann noch steigen

Bei den Opfern handle es sich um Zivilisten, berichteten Medien unter Berufung auf Sicherheitskräfte. Der Anschlag ereignete sich demnach im Viertel Schaschdarak in der Nähe eines Quartiers des Geheimdienstes NDS. Der Tatort liegt außerdem in der Nähe der US-Botschaft und des Nato-Hauptquartiers.

Eine AFP-Journalistin zählte allein in einem Krankenhaus 14 Leichen, die dorthin gebracht worden waren. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums warnte, die Zahl der Toten könne noch steigen.

Wenig später wurde Berichten zufolge eine zweite Bombe in demselben Stadtviertel gezündet. Diese explodierte, als Helfer sich um die Verletzten des ersten Anschlags kümmerten. Unter den Opfern des zweiten Anschlags sind auch Journalisten. Ein Fotograf der französischen Nachrichtenagentur AFP wurde getötet, wie die Agentur bei Twitter mitteilte. Die Verletzten seien in örtliche Krankenhäuser gebracht worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Weiterer Anschlag in Nangarhar 

In der Provinz Nangarhar wurde außerdem bei einem Anschlag ein Polizeimitarbeiter getötet. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete der Sender 1 TV News bei Twitter unter Berufung auf die Behörden.

   


nik/DPA/AFP
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