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Entscheidung im Senat: Kanada wird als erstes G7-Land Cannabis legalisieren

Was in Deutschland seit Jahren ein Streitthema ist, wird in Kanada nun zum Gesetz: Der Senat hat die Legalisierung von Cannabis mit klarer Mehrheit durchgewunken. Auch Staatschef Justin Trudeau ist dem Rauschmittel nicht abgeneigt. 

Cannabis Legalisierung in Kanada: Eine Cannabis-Pflanze blüht

Blühende Cannabis-Pflanzen bald überall in Kanadas Gärten? Platz genug wäre jedenfalls - und die entsprechende Gesetzesänderung ist auch nur noch Formsache.

DPA

Kanada steht kurz vor einer Legalisierung von Cannabis: Nach dem Abgeordnetenhaus hat am Dienstag auch der kanadische Senat für ein Gesetz gestimmt, das den Konsum und die Herstellung der Droge erlaubt. 52 Senatoren stimmten dafür, 29 dagegen. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss nun noch die Generalgouverneurin des Landes zustimmen - was als reine Formsache gilt.

In Kraft treten soll das Gesetz voraussichtlich im September. Dann soll es kanadischen Staatsbürgern über 18 Jahren - in manchen Bundesstaaten ist die Altersgrenze 19 Jahre - erlaubt sein, per Bestellung oder in autorisierten Geschäften ein Gramm Haschisch für etwa zehn kanadische Dollar (6,50 Euro) zu kaufen. Der persönliche Besitz ist fortan auf 30 Gramm beschränkt.

Kanada rechnet mit Milliarden-Einnahmen

Kanada würde damit das erste Land der G7-Gruppe, das Cannabis vollständig legalisiert. Vor fünf Jahren hatte Uruguay als erstes Land der Welt den Konsum von Haschisch freigegeben. In den USA ist dieser in neun Bundesstaaten erlaubt, darunter Kalifornien. 

In Kanada schätzen die Behörden den Markt für Cannabis auf rund 5,7 Milliarden kanadische Dollar. Der Staat erwartet Steuereinnahmen in Höhe von 400 Millionen kanadischen Dollar. 

Der Senat hätte das Gesetz nur noch durch Änderungsvorschläge hinauszögern, jedoch nicht mehr blockieren können. Das Abgeordnetenhaus hatte das Gesetz am Montag mit 205 Ja-Stimmen und 82 Gegenstimmen gebilligt. 

Justin Trudeau feiert Wahlsieg mit Cannabis

Ein Cannabis-Verbot gab es in Kanada seit 1923. 2001 wurde es zugunsten medizinischer Zwecke gelockert. Die umfassende Legalisierung von Cannabis war ein Wahlkampfversprechen des liberalen Premierministers Justin Trudeau.

2013 hatte er zugegeben, in seinem Leben fünf bis sechs Mal Haschisch geraucht zu haben - darunter bei einem Abendessen mit Freunden nach seiner Wahl ins Parlament. Trudeau ist seit 2015 Regierungschef.

In Deutschland ist Cannabis trotz jahrzehntelangen Verbots das mit Abstand am weitesten verbreitete Betäubungsmittel. Seit März 2017 können schwerkranke Patienten die Droge auf Rezept bekommen, der Eigenanbau bleibt verboten.

sve / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.