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Knappe Entscheidung Parlament in Argentinien stellt sich gegen legale Abtreibungen

Abtreibungsgesetz in Argentinien
Befürworter der Legalisierung von Abtreibungen in Argentinien tragen grüne Tücher. Auch außerhalb des südamerikanischen Landes wurde vor der Abstimmung demonstriert, wie hier vor der argentinischen Botschaft in Barcelona, Spanien.
© PACO FREIRE / SOPO Images via ZUMA Wire / DPA
Mannstarke Demonstrationen waren einer Abstimmung über die Legalisierung von Abtreibungen vorausgegangen, die am Donnerstag zugunsten ihrer Gegner entschieden wurde. Legale Abtreibungen in Argentinien bleiben ein Sonderfall.

In den frühen Morgenstunden scheiterte am Donnerstag in Argentinien eine Initiative zur Legalisierung von Abtreibungen. Der Senat lehnte am frühen Donnerstag mit 38 gegen 31 Stimmen eine Gesetzesvorlage ab, die bereits von der Abgeordnetenkammer angenommen worden war. Zehntausende Menschen hatten sich während der 16-stündigen Debatte auf den Straßen um das Parlament versammelt, um teils für und teils gegen die Legalisierung der Abtreibung zu demonstrieren. 

In Argentinien ist Abtreibung bislang nur im Fall von Vergewaltigung oder Lebensgefahr für die Mutter erlaubt. Nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums werden jedoch jährlich über 350.000 illegale Abtreibungen durchgeführt. Rund 50.000 Frauen werden jährlich wegen gesundheitlicher Komplikationen nach diesen Eingriffen in Krankenhäuser eingeliefert. 

Abtreibungen werden in Argentinien illegal durchgeführt

Nach der gültigen Gesetzgebung von 1921 machen sich bei einer Abtreibung nicht nur die Ärzte, sondern auch die Frauen strafbar.  Zwischen 2007 und 2016 sind in Argentinien 63 Menschen in Verbindung mit illegalen Abtreibungen vor Gericht verurteilt worden. 

Die Abstimmungen fanden in beiden Parlamentskammern ohne Fraktionszwang statt. Der konservative Staatschef Mauricio Macri hielt sich neutral. Einige Minister, darunter der Gesundheitsminister, sprachen sich für die Gesetzesvorlage aus, andere Regierungsmitglieder dagegen. Die Katholische Kirche hatte aktiv gegen die Legalisierung der Abtreibung gestritten.

sve DPA

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