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Krisensitzung einberufen Paris: Messerattacke nahe des alten «Charlie Hebdo»-Büros

Messerattacke in Paris
Einsatzkräfte stehen in einer nach einer Messerattacke abgesperrten Straße in Paris. Foto: Pol O'Gradaigh/dpa
© dpa-infocom GmbH
Erinnerungen an den blutigen islamistischen Anschlag auf «Charlie Hebdo» 2015 in Paris werden wachgerufen. Bei einer Messerattacke in der Nähe des alten Redaktionsbüros des Satiremagazins hat es Verletzte gegeben.

Bei einer Messerattacke in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins «Charlie Hebdo» sind mindestens zwei Menschen verletzt worden.

Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, sagte die Pariser Polizeipräfektur der Deutschen Presse-Agentur. Zwei Opfer hätten schwere Verletzungen erlitten. Frankreichs Premier Jean Castex hat eine Krisensitzung einberufen.

Zur Zahl der Verletzten gab es unterschiedliche Angaben - zunächst war von vier die Rede, später von zwei. Auch die Zahl der Täter war noch unklar. Ein Verdächtiger wurde in der Nähe der Place de la Bastille unweit des Tatorts festgenommen. Medien berichteten von zwei Tätern - dafür gab es zunächst keine Bestätigung.

Berichten zufolge wurden in der Gegend des Tatorts mehrere Schulen vorsichtshalber geschlossen. Der Bereich wurde von den Einsatzkräften komplett abgesperrt, wie ein dpa-Reporter berichtete. Berichten zufolge untersuchten die Beamten auch ein verdächtiges Paket in der Gegend.

Der Terrorismusprozess um den blutigen islamistischen Anschlag auf «Charlie Hebdo» läuft seit Monatsbeginn in Paris. Angeklagt sind 14 Menschen. Bei der mehrtägigen Anschlagsserie waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet worden. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von «Charlie Hebdo», sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. «Charlie Hebdo» hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

dpa

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