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US-Midterm-Wahlen Eklat auf Pressekonferenz: Trump liefert sich Schlagabtausch mit CNN-Reporter


Bei den Midterm-Wahlen in den USA haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen. Für US-Präsident Donald Trump wird das Regieren nun schwerer. Er äußerte sich während einer Pk ausführlich zu den Ergebnissen. Die Entwicklung zum Nachlesen.

Die US-Wähler haben die Weichen für die zweite Hälfte der Amtszeit von Präsident Donald Trump gestellt. Ergebnis der Midterm-Wahlen ist ein geteilter Kongress. Die Demokraten eroberten eine stabile Mehrheit im Repräsentantenhaus, während sich Trump auch weiterhin auf eine Mehrheit seiner Republikaner im Senat stützen kann.

Selten zuvor in der Geschichte der USA waren die Zwischenwahlen so umkämpft und emotional aufgeladen wie 2018. Inhaltlich setzten Trump und die republikanische Partei auf Angst, Nationalismus und das Schüren von rassistischen Vorurteilen, besonders in der Flüchtlingsfrage. Nun hat sich der Präsident in einer Pressekonferenz den Medien gestellt - und die Wahlen als Erfolg für sich verbucht. Den Demokraten reichte er die Hand zur Zusammenarbeit - und lieferte sich den schon fast üblichen Schlagabtausch mit CNN-Reporter Jim Acosta.

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Nach den Midterm-Wahl in den USA

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Eine konkrete Zahl zur hohen Wahlbeteiligung liegt schon vor: 38,9 Millionen Frühwähler haben schon via Briefwahl oder in Wahllokalen vor dem heutigen Wahltag ihre Stimme abgegeben. Das berichtet das Umfrageinstitut ElectProject. Vor vier Jahren waren es nur 20,5 Millionen. Damals beteiligten sich 82 Millionen Amerikaner insgesamt an den Midterms. Das war die niedrigste Beteiligung seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Zerrissenheit der USA unter dem polarisierenden Präsidenten Donald Trump scheint die Menschen also an die Wahlurnen zu treiben.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Das Rennen in Texas ist überraschend knapp - das weiß auch der amtierende Senator Ted Cruz - und macht nochmal richtig Werbung. Cruz war einer der schärfsten Konkurrenten von Donald Trump bei der Kandidatenkür der Republikaner vor der Präsidentschaftswahl 2016. Inzwischen trägt er den Trump-Kurs weitgehend mit.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Was bereits auffällt: Die Amerikaner, vor allem bei den Zwischenwahlen nicht gerade fleißige Wähler, gehen diesmal zur Wahl. Die Aufrufe von beiden Seiten, dass es diesmal besonders wichtig sei, die Stimme abzugeben, scheinen zu fruchten. Überall im Land haben sich Schlangen vor den Wahllokalen gebildet - wie auch hier in Hillsboro, Virginia:

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Erste Unregelmäßigkeiten werden gemeldet. So berichtet CNN, dass in Chicago im 19. Wahlbezirk falsche Stimmzettel oder nicht vollständige Wahlunterlagen an Wähler ausgehändigt worden seien. Jim Allen, der Wahlleiter in der "Windy City" will dem nun nachgehen. Sollten sich die Hinweise bestätigen, will Allen vor Gericht beantragen, dass die betroffenene Wahllokale länger geöffnet bleiben. Ob es dazu kommt, ist derzeit aber noch offen,

  • Sebastian Ostendorf
    • Sebastian Ostendorf

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat erneut Vorwürfe zurückgewiesen, sein Land habe sich in US-Wahlen eingemischt. Diese Anschuldigungen hätten sich als leere Behauptungen erwiesen, sagte er am Rande seines Besuchs in Madrid. "Es gibt keinen Beweis dafür, dass wir uns in Wahlen eingemischt haben." Der amerikanische Wähler entscheide, wie die Wahl ausgehe. Zugleich äußerte Lawrow die Hoffnung, dass sich die innenpolitische Lage in den USA nach den Zwischenwahlen entspanne und sich nicht mehr schädigend auf die
    US-Außenpolitik auswirke.

  • Sebastian Ostendorf
    • Sebastian Ostendorf

    Auch der Redenschreiber des verstorbenen Republikaners und Trump-Widersachers John McCain meldet sich zu Wort. Mark Salter ruft über Twitter die Wähler auf, für die Demokraten zu stimmen.

  • Sebastian Ostendorf
    • Sebastian Ostendorf

    Nicht nur in den US-Staaten können die Wähler ihr Kreuz machen. Auch die NASA-Astronauten können im Orbit teilnehmen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Viele Prominente und Bürger rufen ihre Landsleute auf, zur Wahl zu gehen. Arnold Schwarzenegger, nicht gerade als Freund von Donald Trump bekannt, gehört dazu. Er schreibt: "Geht raus und wählt heute. Seid ein Teil der Lösung. Demokratie ist kein Zuschauer-Sport."

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Die Wahl polarisiert das Land, doch das hat einen positiven Nebeneffekt. Die Wahlbeteiligung dürfte sehr viel höher liegen als bei den Midterms vor vier Jahren. Eine Zahl, die gerade durch die US-Medien geistert, legt diesen Schluss nahe: Vor vier Jahren gab es rund 17 Millionen Briefwähler oder "early Voters" (frühe Wähler), wie sie in den Staaten genannt werden. Bei dieser Wahl sind es über 31 Millionen, die ihre Stimme vorzeitig per Brief oder E-Mail abgegeben haben.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Der Präsident ist wach. Seine erste Einlassung des Tages: Zerstreuung der Gerüchte (von Demokraten), dass Josh Hawley, Kandidat in Missouri, gestern die Wahlkampfarena zu früh verlassen habe. "Fake news", so das Urteil von Donald Trump.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Laut US-Medien soll eine Gruppe weißer Rassisten die Gouverneurskandidatin aus Georgia, Stacey Abrams sowie den TV-Star Oprah Winfrey mit gefälschten Anrufen in Misskredit gebracht haben. Auf einer automatisierten Telefonnachricht ist zu hören, wie sich eine angebliche Winfrey als "magischer Neger" vorstellt, die Politikerin "Mitnegerin" nennt und den Zuhörer bittet, sie zur Gouverneurin des Bundesstaats zu machen. Wie viele Menschen diesen so genannten Robocall gehört haben, ist unklar. Oprah Winfrey hatte Stacey Abrams im Wahlkampf öffentlich unterstützt.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Ex-Präsident Barack Obama mischte im Wahlkampf kräftig mit. Er absolvierte Dutzende Wahlkampfauftritte, allein am Vortag der Wahl setzte er fünf Tweets ab. In einem sagt er deutlich, worum es seiner Meinung geht:
    "Die morgigen Wahlen könnten die wichtigsten unseres Lebens sein. Die Gesundheitsfürsorge von Millionen steht zur Wahl. Dass Familien eine faire Chance bekommen, steht zur Wahl. Der Charakter unseres Landessteht zur Wahl."

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Freie Fahrt für freie Wahlen: Der öffentliche Nahverkehr in einer Reihe von US-Städten (darunter Los Angeles, Houston, Tampa) ist an diesem Tag kostenlos.

  • Niels Kruse
    • Niels Kruse

    Erst vor wenigen Wochen hatte sich Taylor Swift (28, "Reputation") zum allerersten Mal politisch geäußert und kundgetan, dass sie die Demokraten unterstützen wird. Auf Twitter legt sie nun nach und fordert die Amerikaner auf, zur Wahl zu gehen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Der Kleine begleitet seinen Vater in einem jüdischen Viertel in Brooklyn ins Wahllokal.


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