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US-Midterm-Wahlen Eklat auf Pressekonferenz: Trump liefert sich Schlagabtausch mit CNN-Reporter


Bei den Midterm-Wahlen in den USA haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen. Für US-Präsident Donald Trump wird das Regieren nun schwerer. Er äußerte sich während einer Pk ausführlich zu den Ergebnissen. Die Entwicklung zum Nachlesen.

Die US-Wähler haben die Weichen für die zweite Hälfte der Amtszeit von Präsident Donald Trump gestellt. Ergebnis der Midterm-Wahlen ist ein geteilter Kongress. Die Demokraten eroberten eine stabile Mehrheit im Repräsentantenhaus, während sich Trump auch weiterhin auf eine Mehrheit seiner Republikaner im Senat stützen kann.

Selten zuvor in der Geschichte der USA waren die Zwischenwahlen so umkämpft und emotional aufgeladen wie 2018. Inhaltlich setzten Trump und die republikanische Partei auf Angst, Nationalismus und das Schüren von rassistischen Vorurteilen, besonders in der Flüchtlingsfrage. Nun hat sich der Präsident in einer Pressekonferenz den Medien gestellt - und die Wahlen als Erfolg für sich verbucht. Den Demokraten reichte er die Hand zur Zusammenarbeit - und lieferte sich den schon fast üblichen Schlagabtausch mit CNN-Reporter Jim Acosta.

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Nach den Midterm-Wahl in den USA

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Der Präsident scheint das "akademische Viertel" voll machen zu wollen. Das Warten geht weiter.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Trump lässt die Journalisten weiter warten. Interessant wird sein, wie er auf die neue Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus reagieren wird. Schließlich hatte er die Republikaner im Wahlkampf als "Mob" verunglimpft. Nun wird er bei der Durchsetzung von Gesetzesvorhaben teils auf sie angewiesen sein.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Nicht wenige sind gespannt, wie Trump mit den Hauptstadt-Korrespondenten umgehen wird. Er hält ja vergleichsweise wenige Pk ab, da er bekanntermaßen ein sehr schwieriges Verhältnis zu den Medien hat.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Die Blicke richten sich auf die braune Doppeltür des Saals im Ostflügel des Weißen Hauses. Immer noch bleibt sie geschlossen. Der Präsident lässt die Journalisten ein wenig warten. Das gehört sicherlich zum Ritual.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Der Saal im Weißen Haus ist naturgemäß gut gefüllt, das Interesse der Journalisten ist groß. Noch lässt sich Trump nicht blicken.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Mit entsprechendem Selbstbewusstsein dürfte Trump jetzt gleich seine Interpretation der Wahlergebnisse in Washington verkaufen.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Um seine Zufriedenheit mit dem Wahlergebnis zu begründen, zitiert Trump in zwei Tweets den Bestseller-Autor Ben Stein ("The Capitalist Code"). Der erinnert daran, dass nur in fünf Fällen in den vergangenen 105 Jahren der amtierende Präsident Sitze im Senat habe hinzugewinnen können. Das liege nur an Trump selbst: "Dem Mann kommt die Magie aus den Ohren", feiert Stein den Präsidenten. Das gefällt Trump natürlich.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    In rund 20 Minuten tritt US-Präsident Donald Trump in Washington vor die Hauptstadt-Presse und stellt sich den Fragen der Korrespondenten in Washington. Wie es seine Art ist, hat er sich via Twitter schon ausführlich geäußert. Es sei ein herausragender Sieg, meinte Trump, obwohl seine Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren haben.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die deutsche Industrie stellt sich nach den Kongresswahlen in den USA weiter auf Gegenwind aus Washington ein. "Der Konfrontationskurs der US-Regierung ist und bleibt eine Gefahr für die Weltwirtschaft", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. "Wir haben wenig Zuversicht, dass sich an der protektionistischen Ausrichtung der amerikanischen Handelspolitik etwas ändern wird."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Zahlreiche Hollywood-Stars und prominente Musiker haben zum Wahltag in den USA Fans aufgerufen, ihre Stimme abzugeben - die Ergebnisse kommentierten in den ersten Stunden nach Schließung der Wahllokale allerdings nur wenige.
    So gratulierte der Schauspieler Elijah Wood der demokratischen Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez auf Twitter zu ihrem Wahlsieg in New York. Die 29-Jährige war als bislang jüngste Frau in den US-Kongress gewählt worden. Wood zeigte sich zugleich enttäuscht darüber, dass es Andrew Gillum nicht gelang, Gouverneur von Florida zu werden.
    Moderator Stephen Colbert sagte in seiner "Late Show" über die Mehrheit der US-Demokraten im Repräsentantenhaus: "Sie können nun Untersuchungen über den Präsidenten eröffnen, und wir können endlich herausfinden, ob Donald Trump jemals etwas Unethisches getan hat."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Teilsieg der Demokraten bei den Kongresswahlen in den USA, der Präsident Donald Trump künftig das Regieren erschwert, bietet nach Einschätzung deutscher Wirtschaftsforscher keinen Anlass für Optimismus. "Es wird ungemütlich für Trump, aber nicht besser für Europa", sagte der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, dem "Handelsblatt". In der Handelspolitik werde sich wenig ändern - "viele Demokraten sind eher protektionistisch orientiert."
    Es könne sogar sein, dass US-Präsident Donald Trump "noch aggressiver wird, wenn er innenpolitisch unter Druck gerät", sagte Fuest. So werde Trump angesichts der demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus weitere Steuersenkungen nicht durchsetzen können.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ein bekennender Neonazi und Republikaner hat bei den US-Kongresswahlen mit großem Abstand das Rennen um einen Sitz im Repräsentantenhaus verloren. Arthur Jones, der den Holocaust als "größte, schwärzeste Lüge der Geschichte" bezeichnet, war für die Partei von US-Präsident Donald Trump im US-Bundesstaat Illinois angetreten. Er verlor mit einem Abstand von rund 50 Prozentpunkten gegen den bisherigen Mandatsträger von den Demokraten, Dan Lipinski - bekam aber immerhin mehr als 40.000 Stimmen.
    Der 70-jährige Jones hatte sich die republikanische Kandidatur im März gesichert, weil die Partei sich nicht die Mühe gemacht hatte, in dem traditionell demokratisch dominierten Wahlkreis in einem Vorort von Chicago einen anderen Kandidaten aufzustellen. Der Parteivorstand bemühte sich danach um größtmögliche Distanz zu seinem Kongressanwärter: "Arthur Jones ist kein wirklicher Republikaner - er ist ein Nazi", hieß es in einem Statement.
    Ein anderer rechtsextremer Politiker, der republikanische Kongressabgeordnete Steve King, gewann hingegen sein Rennen im Bundesstaat Iowa. King war in jüngster Zeit wegen seiner Unterstützung der Idee eine weißen Nationalismus sowie Verbindungen zu ausländischen Extremisten verstärkt in die Kritik geraten. In dem normalerweise eindeutig konservativen Wahlkreis konnte er sich nur knapp gegen seinen demokratischen Gegenkandidaten durchsetzen. King tritt somit seine neunte Amtszeit im US-Kongress an.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Jetzt ist es auch offiziell: Die Demokraten haben die für die Mehrheit erforderlichen 218 Sitze im Repräsentantenhaus gewonnen. Die Republikaner stehen derzeit bei 193 Sitzen. Da nur noch 24 Sitze zu vergeben sind, kann die Partei von Donald Trump die Demokraten nicht mehr einholen. Hier sehen Sie die Ergebnisse, Zahlen, Grafiken und Auswertungen zu den Midterms 2018 im Überblick.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Fraktionschef der konservativen EVP im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), sieht in den US-Kongresswahlen ein "gemischtes Signal". Die Gesetzgebung werde für US-Präsident Donald Trump in seiner zweiten Amtshalbzeit "schwieriger und damit auch balancierter", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. "Die beiden Lager müssen sich einen, sie müssen zusammenfinden. Das ist vielleicht die gute Botschaft des Tages."
    Weber forderte die EU-Staaten zu Selbstbewusstsein und Einigkeit auf. "Es liegt an uns, ob die Welt von morgen eher europäisch ist oder ob sie eher chinesisch oder amerikanisch ist", sagte er. Europa sei wirtschaftlich und politisch "eigentlich stärker und wirkmächtiger als die Vereinigten Staaten von Amerika". Dafür müsse Europa geeint sein.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen rechnet nach den Zwischenwahlen in den USA nicht mit einer Entspannung der "trumpschen Außenpolitik". "Es wird keine Kurskorrektur geben, eher eine Intensivierung, eine weitere Polarisierung", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag im Deutschlandfunk. Die jetzige "Wahlniederlage" werde Präsident Donald Trump innen- sowie außenpolitisch anfeuern.


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