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US-Midterm-Wahlen Eklat auf Pressekonferenz: Trump liefert sich Schlagabtausch mit CNN-Reporter


Bei den Midterm-Wahlen in den USA haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewonnen. Für US-Präsident Donald Trump wird das Regieren nun schwerer. Er äußerte sich während einer Pk ausführlich zu den Ergebnissen. Die Entwicklung zum Nachlesen.

Die US-Wähler haben die Weichen für die zweite Hälfte der Amtszeit von Präsident Donald Trump gestellt. Ergebnis der Midterm-Wahlen ist ein geteilter Kongress. Die Demokraten eroberten eine stabile Mehrheit im Repräsentantenhaus, während sich Trump auch weiterhin auf eine Mehrheit seiner Republikaner im Senat stützen kann.

Selten zuvor in der Geschichte der USA waren die Zwischenwahlen so umkämpft und emotional aufgeladen wie 2018. Inhaltlich setzten Trump und die republikanische Partei auf Angst, Nationalismus und das Schüren von rassistischen Vorurteilen, besonders in der Flüchtlingsfrage. Nun hat sich der Präsident in einer Pressekonferenz den Medien gestellt - und die Wahlen als Erfolg für sich verbucht. Den Demokraten reichte er die Hand zur Zusammenarbeit - und lieferte sich den schon fast üblichen Schlagabtausch mit CNN-Reporter Jim Acosta.

Live Blog

Nach den Midterm-Wahl in den USA

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Einige US-Prominente sehen einen möglichen neuen Herausforderer für Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020. Kandidat könnte ihrer Ansicht nach - trotz der Niederlage beim Senatsrennen im US-Staat Texas - der demokratische Politiker Beto O'Rourke werden. So twitterte Schauspieler Javier Muñoz: "Beto soll Präsident werden!"

    Seine Kollegin Ellen Pompeo leitete seinen Tweet gleich an die eigenen Fans weiter. Schauspielerin Ellen Barkin rief ihre Fans dazu auf, sich die Reden von O'Rourke und (dem demokratischen Gouverneurskandidaten) Andrew Gillum aus Florida anzuhören. "Trefft 2020 eure Wahl", schrieb sie dazu.
    Ihre Kollegin Olivia Wilde twitterte: "Beto 2020. Lasst es uns tun."
    Der 46-jährige O'Rourke hatte in Texas gegen den Republikaner Ted Cruz verloren. Viele Stars hatten sich für den demokratischen Kandidaten starkgemacht. So zeigte sich die gebürtige Texanerin Beyoncé auf Instagram mit einer Baseballkappe mit der Aufschrift "Beto for Senate".
    Für Wirbel sorgte in der Wahlnacht, dass O'Rourke in der Rede, in der er seine Niederlage einräumte, das "F-Wort" benutzte, als er seinen Anhängern zurief: "Ich bin so verdammt stolz auf euch!" (Im Original: "I'm so fucking proud of you guys!"). Seine Rede wurde unter anderem vom Sender MSNBC live übertragen und nicht zensiert. Im US-Fernsehen dürfen keine Schimpfworte gesendet werden. Normalerweise wird ein Pfeifton darüber gelegt. Von seinen Anhängern wurde der 46-Jährige daraufhin im Internet für seine authentische Sprache gefeiert.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Aktuell warten wir noch auf fünf Entscheidungen bei der Senatswahl: Aus Montana, Maine, Arizona, Mississippi und Florida liegen noch keine Ergebnisse vor. Im Repräsentantenhaus sind 31 Sitze noch nicht vergeben

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Drüben auf der stern-Facebook-Seite steht jetzt der Journalist und frühere stern-Herausgeber Andreas Petzold für Ihre Fragen rund um die Midterms zur Verfügung und gibt seine Einschätzung zu deren Ausgang und den Folgen ab. Er glaubt: Trump wird noch gefährlicher! Schauen Sie rein (und kommen Sie danach gerne zurück in den Livevblog).

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der US-Dollar ist nach den vorläufigen Ergebnissen der amerikanischen Kongresswahl unter Druck geraten. Im
    Gegenzug profitierten viele andere Währungen, darunter der Euro. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1450 Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1428 Dollar festgesetzt.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Parallel zur Kongresswahl fanden auch eine Reihe von Volksabstimmungen statt:

    Ein gemischtes Bild zeichnet sich bei den Volksabstimmungen ab:
    Während Marihuana vermutlich in Michigan legalisiert und in Missouri mit einer Sondersteuer erlaubt wird, wurde eine Legalisierung in North Dakota und Missouri abgelehnt. West Virginia und Alabama werden Abtreibungen erschweren. Arkansas und Missouri erhöhen die Mindestlöhne und in Nebraska, Idaho und Utah sieht es so aus, als werde die staatliche Krankenversicherung Medicaid ausgeweitet. Wichtigste Änderung ist aber die Wiedereinführung des Wahlrechts für Verurteilte und ehemalige Häftlinge in Florida. Laut mancher Schätzungen dürfen bis zu 1,5 Millionen Menschen wieder wählen gehen, darunter jeder sechste Farbige im wahlberechtigten Alter.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Knapp anderthalb Stunden nach Schließung der Wahllokale noch einmal der aktuelle Stand im Kurz-Überblick:
    Im US-Senat deutet sich kurz vor Ende der meisten Auszählungen noch einmal ein Endspurt der Republikaner an: 51 Sitze sind von US-Medien bereits bestätigt, ein weiterer Sieg in Florida steht so gut wie fest und in Arizona deutet er sich an. In Mississippi kommt es am 27. November zu einer Stichwahl. Mit einem Sieg hier käme die Partei Donald Trumps auf 54 der 100 Sitze im Senat.
    Im Repräsentantenhaus sieht es dagegen viel besser für die Demokraten aus: Sie gewinnen laut CNN bis zu 35 Sitze hinzu. Laut aktueller Hochrechnung der "New York Times" kommen sie auf 229 Sitze, die Republikaner erhalten demnach 206 Sitze. Über alle Rennen hinweg werden sie laut dieser Vorhersage rund 7 Prozentpunkte vor den Republikanern liegen.
    Bei den Gouverneuren gelang es den Demokraten bisher, vier Posten hinzuzugewinnen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Für stern-USA-Korrespondent Nicolas Büchse sind die Zwischenwahlen ein Stück Vergangenheitsbewältigung der Vereinigten Staaten. Er sagt in seinem Kommentarr (hier): "Der Teilsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen gibt dem Land nun endlich die Chance, weiter zu gehen."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Vor gut einer Stunde haben die letzten Wahllokale geschlossen: Noch bis 20.00 Uhr Ortszeit (6.00 MEZ) konnten die Wähler im westlich gelegenen US-Bundesstaat Alaska ihre Stimme abgeben. Wegen der vielen Zeitzonen in den USA hatte sich die Wahl über insgesamt 18 Stunden erstreckt.
    Das Ergebnis war schon klar, als die Stimmabgabe im Westen des Landes noch gar nicht beendet war: Die Republikaner haben ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus eingebüßt, kommt aber mit vergleichsweise moderaten Verlusten davon. Die Mehrheit im Senat konnten sie dank günstiger Voraussetzungen klar halten.
    Alle Ergebnisse, Zahlen und Auswertungen zu den Zwischenwahlen können Sie hier nachlesen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Demokraten verteidigen Gouverneursamt in Kalifornien: Erwartungsgemäß setzte sich der 51-jährige Gavin Newsom, amtierender Vizegouverneur des Westküstenstaats, gegen den Republikaner John Cox (63) durch, wie mehrere US-Sender übereinstimmend berichteten.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Donald Trump war in Sachen Wahlkampf in den vergangenen Wochen im Dauereinsatz. Doch was haben seine Auftritte für die republikanischen Kandidaten genützt? Es gab keinen "gewaltigen Erfolg", den Trump selbst attestierte, aber auch keine schallende Ohrfeige, schreibt stern-Auslandsredakteuer Niels Kruse in seiner Analyse, die Sie hier lesen können.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    stern-Journalist Andreas Petzold mit einer ersten Einschätzung zu den Folgen der Midterms:

    Ab 8 Uhr beantwortet unser früherer Herausgeber auf der stern-Facebook-Seite im Video-Livestream Ihre Fragen zur Wahl.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Die Fraktionschefin der US-Demokraten, Nancy Pelosi, hat nach dem Teilsieg ihrer Partei bei den Kongresswahlen eine schärfere Kontrolle der Regierung von US-Präsident Donald Trump angekündigt. "Es geht heute um mehr als nur Demokraten und Republikaner. Es geht um die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Kontrolle", sagte Pelosi in Washington. Gleichzeitig versprach sie, dass die Demokraten im neugewählten Kongress "auf Lösungen hinarbeiten werden, die uns zusammenbringen, weil wir alle genug von Spaltung haben".

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    So langsam werden auch die ersten deutschen Politiker wach. Doris Achelwilm, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, freut sich über den Wahlsieg der bekennenden Sozialistin Alexandria Ocasio-Cortez:

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Zwei Muslima schreiben bei den US-Wahlen Geschichte: Ilhan Omar und Rashida Tlaib ziehen als erste Frauen ihres Glaubens in den US-Kongress ein. Omar kam einst als somalisches Flüchtlingskind ins Land. Tlaib ist die Tochter palästinensischer Einwanderer. Beide werden die Demokraten im Repräsentantenhaus vertreten.
    Tlaibs Triumph stand schon vorab fest. Die 42-Jährige hatte in ihrem Wahlkreis im Bundesstaat Michigan keinen republikanischen Konkurrenten. Die 36-jährige Omar setzte sich im Bundesstaat Minnesota gegen ihre republikanische Kontrahentin durch.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Oppositionsführerin Nancy Pelosi kommentiert vor Wahlhelfern der Demokraten die prognostizierte Eroberung des Unterhauses: "Dank Euch wird morgen ein neuer Tag in Amerika anbrechen."


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