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Hinrichtung in Mali: Islamisten steinigen Liebespaar

Es ist eine archaische und grausame Hinrichtungsform: Mit einer Steinigung haben Islamisten in Mali ein Liebespaar umgebracht, weil die Unverheirateten das "muslimische Gesetz" gebrochen haben sollen.

Eine Polizeipatrouille in Gao, im Norden von Mali (Archivbild)

Eine Polizeipatrouille in Gao, im Norden von Mali (Archivbild). In der Region sind verschiedene radikalislamistische Gruppen aktiv.

Im westafrikanischen Mali haben Islamisten ein Liebespaar zu Tode gesteinigt. Die Extremisten warfen der Frau und dem Mann vor, als Unverheiratete gegen die Scharia verstoßen zu haben, wie die Behörden in der Region Kidal im Nordosten des Landes mitteilten. Es ist die erste bekannte Steinigung eines Paares seit rund fünf Jahren.

Opfer mussten sich in Löcher legen

Die Behördenvertreter teilten mit, die Täter hätten zwei Löcher in den Boden gegraben und die Frau und den Mann gezwungen, sich hineinzulegen. Dann hätten vier Menschen das Paar gesteinigt. Sie hätten dies mit "einem Verstoß gegen das muslimische Gesetz" begründet.

Im Norden Malis sind verschiedene Dschihadistengruppen aktiv. Ob die Täter zu einer dieser Gruppen gehören, ist unbekannt.

Nach einem Militärputsch in Mali hatte die frühere Kolonialmacht Frankreich Anfang 2013 militärisch eingegriffen, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen zu stoppen. Viele Gebiete des Landes sind aber nach wie vor nicht unter Regierungskontrolle.

mad/AFP

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