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Millionen in Teheran: Iran feiert den 40. Jahrestag der islamischen Revolution

Der Klerus im Iran behauptet, auch 40 Jahre nach der Revolution das Volk weiterhin hinter sich zu haben. Ein robuster Baum sei das islamische System - und unbesiegbar. Die Realität sieht anders aus.

40. Jahrestag der Revolution im Iran

Ein Chomeini-Anhänger hält ein Gewehr mit einer roten Nelke. Foto: Michel Lipchitz/AP

Mit Großkundgebungen im ganzen Land haben im Iran die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der islamischen Revolution begonnen. Zu den staatlich koordinierten Kundgebungen in Teheran und anderen Städten werden laut staatlichen Medien Millionen Menschen erwartet.

Am Ende der Veranstaltungen wird sich Präsident Hassan Ruhani in einer Rede am Asadi- (Freiheits-) Platz in Teheran an das Volk wenden.

Am 11. Februar 1979 war im Iran das Ende der Monarchie verkündet worden. Einen Monat später wurde die Islamische Republik gegründet. Als Revolutionsführer und Gründer des schiitischen Gottesstaates gilt deren erster oberster Führer, Ajatollah Ruhollah Chomeini, der von seinem Exil in der französischen Gemeinde Neauphle-le-Château aus den Sturz der Monarchie vorbereitet hatte.

Aus Anlass der Feiern hat die Regierung Begnadigungen und Straferlässe für 50.000 Gefangene angekündigt. Ob die Amnestie auch für politische Gefangene gilt, blieb offen. Der 40. Jahrestag ist von den erneuten Sanktionen der USA überschattet, die das Land in den letzten Monaten in eine politische und wirtschaftliche Krise geführt haben.

dpa