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Mord an Journalisten: Fall Khashoggi: USA kündigen Maßnahmen gegen Verdächtige an

Washington - Die USA haben nach Angaben von Außenminister Mike Pompeo erste Strafmaßnahmen gegen saudische Verdächtige im Fall des gewaltsamen Todes des Journalisten Jamal Khashoggi eingeleitet.

Mike Pompeo

US-Außenminister Mike Pompeo vergangene Woche bei einem Statement zum Mord an Khashoggi. Foto: Evan Vucci/AP

Die USA haben nach Angaben von Außenminister Mike Pompeo erste Strafmaßnahmen gegen saudische Verdächtige im Fall des gewaltsamen Todes des Journalisten Jamal Khashoggi eingeleitet.

Die USA hätten Verdächtige in den Geheimdiensten, vom Königshof, aus dem Außenministerium und aus anderen saudischen Ministerien identifiziert. «Wir ergreifen angemessene Maßnahmen, die den Entzug von Visa beinhalten», so Pompeo in Washington.

Pompeo fügte hinzu: «Diese Strafen werden nicht das letzte Wort in der Angelegenheit sein.» Der Außenminister machte keine Angaben dazu, wie viele und welche Personen betroffen sein könnten.

US-Präsident Donald Trump sagte im Weißen Haus mit Blick auf die von Saudi-Arabien lange geleugnete Tötung Khashoggis vor drei Wochen in Istanbul: «Sie hatten ein sehr schlechtes ursprüngliches Konzept, es wurde schlecht ausgeführt und die Vertuschung war eine der schlechtesten in der Geschichte von Vertuschungen.» Trump ließ allerdings offen, wer für die Tat verantwortlich ist. «Ich denke, wer auch immer sich diese Idee ausgedacht hat, steckt in großen Schwierigkeiten.»

Trump fügte hinzu, über mögliche Strafmaßnahmen werde er mit dem Kongress beraten - und zwar mit Angehörigen seiner Republikaner ebenso wie mit den oppositionellen Demokraten. Er hoffe auf überparteiliche Empfehlungen, sagte der Präsident.

Das saudische Königshaus hat erklärt, dass Khashoggi am 2. Oktober im Konsulat in Istanbul bei einem Faustkampf ums Leben gekommen ist. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach dagegen von einem «barbarischen geplanten Mord» an dem Regimekritiker. Pompeo war wegen des Falls vergangene Woche nach Saudi-Arabien und in die Türkei gereist.

dpa
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