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Nach Bürgerdebatte: Reaktion auf Proteste: Macron kündigt niedrigere Steuern an

Paris - Nach einer monatelangen Bürgerdebatte hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eine deutliche Senkung der Einkommensteuer angekündigt. Es gehe um Erleichterungen «für diejenigen, die arbeiten», sagte Macron. Macron sprach gleichzeitig von der Notwendigkeit, «mehr zu arbeiten».

Nach einer monatelangen Bürgerdebatte hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eine deutliche Senkung der Einkommensteuer angekündigt. Es gehe um Erleichterungen «für diejenigen, die arbeiten», sagte Macron. Macron sprach gleichzeitig von der Notwendigkeit, «mehr zu arbeiten».

Der 41-Jährige kündigte weiter an, dass Rentner mit Bezügen unter 2000 Euro vom kommenden Jahr an einen Teuerungsausgleich erhalten sollen. Er reagierte damit auf Kritik von Rentnern an der Regierungspolitik. «Ich ziehe es vor, verantwortungsbewusst und unbeliebt zu sein, anstatt zu versuchen, auf eine Art und Weise zu verführen, die völlig kurzlebig wäre», sagte Macron.

Der 41-Jährige sagte, dass bis 2022 keine Krankenhäuser und Schulen im Land geschlossen werden sollen. Macron will auch eine weitergehende Dezentralisierung der staatlichen Verwaltung durchsetzen. Frankreich hat eine lange Tradition eines starken Zentralstaates. Von der Schließung der Elitehochschule ENA, über die vor Macrons Auftritt spekuliert worden war, war hingegen keine Rede.

Der seit knapp zwei Jahren amtierende Macron hatte mit der Bürgerdebatte auf die Dauerproteste der «Gelbwesten» reagiert. Die Demonstrationen der «Gelbwesten» hatten die bisher größte politische Krise in Macrons Amtszeit ausgelöst.

Macrons Auftritt war wegen des Großbrandes der Pariser Kathedrale Notre-Dame um gut eine Woche verschoben worden.

dpa