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Verteidigungsminister abgesetzt Trump-Loyalisten bekommen Top-Posten im Pentagon – auch ein früherer Fox-News-Kommentator

US-Präsident Donald Trump (l.) und der abgesetzte Verteidigungsminister Mark Esper
US-Präsident Donald Trump (l.) und der abgesetzte Verteidigungsminister Mark Esper
© Pool/ABACA/ / Picture Alliance
Weitere Wechsel im Verteidigungsministerium: Nach der Absetzung des Pentagon-Chefs Mark Esper kommen mehrere Trump-Loyalisten in führende Positionen.   

Nach der Entlassung des bisherigen US-Verteidigungsministers Mark Esper hat es weitere Wechsel in führenden Positionen des Pentagons gegeben. Am Dienstag seien neben der bisherigen Stabschefin Jen Stewart auch die hochrangigen Mitarbeiter James Anderson und Joseph Kernan aus ihren Ämtern ausgeschieden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ob Anderson und Kernan aus freien Stücken zurückgetreten sind oder entlassen wurden, war zunächst unklar.

Früherer Fox-News-Kommentator leitet Strategieplanung

Dagegen ist die Nachfolge bereits geklärt. Zum Einen soll Anthony Tata künftig die Strategieplanung des Ministeriums leiten, wie aus der Mitteilung des Pentagons hervorging. Tata war früher als Kommentator für den konservativen Sender Fox News tätig. Im Sommer war die Nominierung des Brigadegenerals a.D. für einen Spitzenposten im Pentagon wegen islamfeindlicher Tweets und anderer kontroverser Äußerungen gescheitert, wie "Politico" berichtete. Kash Patel, der einst für den republikanischen Abgeordneten Devin Nunes arbeitete, wird dem Pentagon zufolge Stabschef von Miller. Patel und Tata gelten beide als Loyalisten von US-Präsident Donald Trump.

Trump hatte seinen Verteidigungsminister am Montag kurz nach der verlorenen Präsidentenwahl entlassen. Seit dem Sommer hatte es Spannungen zwischen dem Präsidenten und dem Pentagon-Chef gegeben. Damals hatte es Esper abgelehnt, US-Militärs im Inland gegen Demonstranten einzusetzen. Er hatte so einen Schritt als "letztes Mittel" bezeichnet, das nur in den "dringendsten und schlimmsten Situationen genutzt werden" sollte. Er war damit klar auf Distanz zu Trump gegangen, der mehreren Städten drohte, Soldaten zu schicken – und geradewegs auf der Abschussliste des Präsidenten gelandet.

fs DPA

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