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Thanksgiving Tradition Nach Telefonat mit US-Soldaten dankt Donald Trump sich selbst

"Wofür sind Sie dankbar, Mr. President?" fragt ein Journalist.
"Für eine tolle Familie, und dafür, dass ich einen großen Unterschied im Land gemacht habe."


Alljährlich zu Thanksgiving fragt sich ganz Amerika: Wofür bin ich heute dankbar?


Für den US-Präsidenten steht frei von Sarkasmus fest: Er dankt für sich selbst. 


"Dieses Land ist heute so viel stärker als es noch vor meiner Präsidentschaft war, das würden Sie nicht glauben. Man sieht das."


50 Minuten spricht der Präsident von seinem Schreibtisch in Mar-A-Lago, wo die Familie Trump den Feiertag verbringt. 


Er ruft im Ausland stationierte amerikanische Soldaten an, um ihnen ein schönes Thanksgiving zu wünschen.


Doch die Anrufe nehmen schnell eine andere Richtung an.


Der Präsident nutzt die Situation aus, um seinem Unmut Luft zu machen: Richter werden kritisiert, Migranten an der Grenze verteufelt und die angeblich unfaire Handelsbilanz der USA scharf beklagt.


"Es gibt so viele schlechte Entscheidungen von Richtern des Neunten Bezirksgerichts, dass es uns ein Dorn im Auge geworden ist. Es ist schrecklich, wenn Richter die nationale Sicherheit übernehmen, wenn sie uns sagen, wie wir unsere Grenze schützen sollen."


Die Karawane der Migranten in Mexiko vergleicht Trump mit der Bekämpfung des Terrorismus in Afghanistan.


"Deswegen verschärfen wir die Kontrollen an den Grenzen. Sie haben wahrscheinlich in den Nachrichten gesehen, was an unserer südlichen Grenze stattfindet. Unmengen von Menschen und in vielen Fällen wissen wir nicht, wer sie sind. In vielen Fällen sind es keine guten Menschen, sondern schlechte. Wir lassen niemanden rein, weil wir sehr vorsichtig sein wollen.“


"Sie schützen uns dort, und wir machen es hier.“


"Wenn wir keine Grenze haben, haben wir kein Land."


Ein Kommandant der Küstenwache widerspricht Trump kleinlaut, als der Präsident behauptet, dass die USA keine guten Handelsabkommen hätten.


"Wir sehen keine großen Probleme mit dem Handel."


Doch Trump gibt nicht nach:


"Jede Nation der Welt profitiert von uns. Wir profitieren nicht von ihnen. Doch das ändert sich und das ändert sich schnell."


Auf Nachfrage der anwesenden Journalisten nimmt Trump auch die CIA ins Visier. Er leugnet wieder die Ergebnisse einer Untersuchung des Geheimdienstes, in der Prinz Mohammed bin Salman für den Tod von Jamal Khashoggi verantwortlich befunden wird.


So wird aus einer harmlosen Thanksgiving-Rede ein Politikum, das die USA erneut spaltet.
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Von seinem "Winter White House" in Florida spricht Trump mit mehreren im Ausland stationierten Soldaten, um ihnen ein schönes Thanksgiving zu wünschen. Doch die harmlose Tradition nutzt der US-Präsident als weitere Plattform, Richter und Migranten zu degradieren.

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