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Nach Vergiftungserscheinungen: Pussy-Riot-Mitglied soll in Berlin behandelt werden

Moskau - Ein Mitglied der russischen Polit-Punk-Band Pussy Riot soll nach Vergiftungserscheinungen nach Berlin geflogen und dort behandelt werden.

Pjotr Wersilow

Pjotr Wersilow war am Dienstag mit Seh-, Sprech- und Bewusstseinsstörungen ins Krankenhaus gebracht worden. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE

Ein Mitglied der russischen Polit-Punk-Band Pussy Riot soll nach Vergiftungserscheinungen nach geflogen und dort behandelt werden.

Piotr Wersilow war zunächst in ein Moskauer Krankenhaus gebracht worden, nun soll die Behandlung in Berlin fortgesetzt werden, wie seine Freundin am Samstag der Internetzeitung «Meduza» sagte. Ein Freund seines Vaters, der in einer Berliner Klinik arbeitet, soll die Behandlung außerhalb Russlands angeboten haben. Wersilows Mutter Elena und die Freundin wollen ihn nach Berlin begleiten.

Wersilow und drei andere Pussy-Riot-Mitglieder hatten beim WM-Finale Mitte Juli in Aufsehen erregt, als sie auf das Spielfeld stürmten. Als Polizisten verkleidet, protestierten sie gegen Polizeigewalt in Russland. Sie wurden zu Arreststrafen verurteilt.

Der Regierungsgegner war am Dienstag mit Seh-, Sprech- und Bewusstseinsstörungen ins Krankenhaus gebracht worden. Seine Mitstreiter vermuteten eine gezielte Vergiftung. Nach Medienberichten fanden Ärzte in seinem Blut starke Psychopharmaka.

dpa