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New-Start-Vertrag läuft aus Putin warnt vor neuem Wettrüsten – und macht die USA dafür verantwortlich

Wladimir Putin
Russlands Präsident Wladimir Putin beteuert, für die Verlängerung des New-START-Abkommens offen zu sein (Archivbild)
© Alexei Nikolsky / Pool Sputnik Kremlin / AP / DPA
Im übernächsten Jahr läuft der Vertrag zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen zwischen den USA und Russland aus. Und dann? Wladimir Putin warnt vor einem neuen Wettrüsten – und wirft Washington vor, eine Verlängerung des Abkommens zu blockieren.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat vor einem Auslaufen des Waffenkontrollvertrags New Start gewarnt und die USA für das mögliche Ende der Vereinbarung verantwortlich gemacht. "Wenn niemandem danach ist, das Abkommen zu verlängern –  New Start –  nun, dann werden wir es nicht tun", sagte Putin am Rande des Wirtschaftsforums in St. Petersburg. Der New-Start-Vertrag zwischen den USA und Russland läuft im Jahr 2021 aus, er befasst sich mit der Reduktion der strategischen Atomwaffen.    

Moskau habe "hundert Mal" seine Bereitschaft zur Verlängerung erklärt, sagte Putin zu Journalisten. Washington allerdings führe darüber "keinerlei Gespräche". "Und im Jahr 2021 wird alles enden."

Wladimir Putin warnt vor Rüstungswettlauf

Putin warnte vor den Folgen eines Auslaufens des New-Start-Vertrags. "Es wird keine Instrumente geben, um einen Rüstungswettlauf einzuschränken, zum Beispiel für den Einsatz weltraumbasierter Waffen." Die Folge sei, dass Atomwaffen "die ganze Zeit über jedem von uns schweben werden".    

Zugleich versicherte der russische Staatschef, sein Land sei vorbereitet auf ein mögliches Ende des New-Start-Abkommens. Derzeit werde eine neue Waffengeneration entwickelt, mit der die Sicherheit Russlands langfristig garantiert sei. Im Bereich der Überschallwaffen habe Russland die Wettbewerber mittlerweile sogar überholt, versicherte Putin.    

Der New-Start-Vertrag war im Jahr 2010 von den damaligen Staatschefs Barack Obama und Dmitri Medwedew in der tschechischen Hauptstadt Prag unterzeichnet worden. Das Abkommen sieht eine Verringerung der Zahl der einsatzbereiten Atomsprengköpfe um gut ein Drittel auf jeweils 1550 sowie eine Begrenzung der Trägersysteme auf jeweils 800 vor.    

Bereits Anfang Februar waren Russland und die USA aus dem INF-Abrüstungsvertrag ausgestiegen. Einigen sich beide Seiten nicht noch auf einen Erhalt des Abkommens, würde es nach einer Sechs-Monatsfrist Anfang August automatisch auslaufen. Das Abkommen verbietet landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können. 

New-Start-Vertrag läuft aus: Putin warnt vor neuem Wettrüsten – und macht die USA dafür verantwortlich
wue AFP

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