VG-Wort Pixel

US-Präsident in Kenosha Trump besucht zerstörte Geschäfte – Familie des Schwerverletzten trifft er nicht

Sehen Sie im Video: Trump besucht Kenosha und lobt Polizei.


Entgegen der Appelle des Gouverneurs von Wisconsin und des Bürgermeisters, besuchte US-Präsident Donald Trump am Dienstag die Stadt Kenosha. In der von Unruhen erschütterten Stadt, nachdem ein weißer Polizist einem Afroamerikaner siebenmal in den Rücken geschossen hatte, stellte sich der US-Präsident demonstrativ auf die Seite der Polizei. Um die politische Gewalt zu stoppen, müsse man auch die radikale Ideologie konfrontieren und die gefährliche Anti-Polizei-Rhetorik verurteilen, so Trump. Die Familie des schwer verletzten Jacob Blake besuchte er nicht, erwähnte jedoch, dass er dies eigentlich geplant hätte. Der 74-Jährige besuchte stattdessen jene Geschäfte, die bei den gewaltsamen Protesten mutmaßlich angezündet oder zerstört worden waren. In einer provisorischen Notfallzentrale, die in einer Schule eingerichtet wurde, brachte der US-Präsident seine Unterstützung für die Strafverfolgung der Täter zum Ausdruck, lobte die Polizei, und versprach, im ganzen Land wieder Recht und Ordnung walten zu lassen, wenn man ihn denn wiederwähle. Die heftigen Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus bezeichnete Trump erneut als inländischen Terror. Sowohl Wisconsins demokratischer Gouverneur als auch der Bürgermeister von Kenosha hatten den Republikaner öffentlich darum gebeten, nicht zu kommen, weil sie befürchten, dass seine Gegenwart die Lage zusätzlich aufheizen könnte.
Mehr
Donald Trump hat Kenosha in Wisconsin besucht. Der US-Präsident reist in die von Unruhen geprägte Stadt, obwohl ihr Bürgermeister und der Gouverneur von Wisconsin ihn davon abhalten wollten.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker