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Nach Beirut-Explosion Ein Toter nach heftigen Protesten im Libanon – Premier will Neuwahlen

Sehen Sie im Video: Ein Toter bei Protesten im Libanon – Premier will Neuwahlen.


Bei heftigen Protesten in Beirut gegen den Umgang der Regierung mit der Explosionskatastrophe ist am Samstag nach offiziellen Angaben ein Mensch ums Leben gekommen. Einem Polizeisprecher zufolge starb ein Beamter bei Zusammenstößen im Zentrum der Hauptstadt. Am Märtyrer-Platz versammelten sich etwa 10.000 Menschen. Sie warfen mit Steinen und versuchten, eine Barrikade in Richtung des Parlaments zu durchbrechen. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas ein. Sie bestätigte auch Schüsse, ohne dass die Umstände zunächst klar waren. Das Rote Kreuz versorgte nach eigenen Angaben 117 Verletzte. Einige Demonstranten drangen in das Außenministerium ein. Ministerpräsident Hassan Diab sagte in einer Fernsehansprache, dass nur Neuwahlen ein Weg aus der Krise sein könnten. Er nannte jedoch keinen Termin. Durch eine schwere Explosion am Hafen von Beirut waren am Dienstag nach jüngsten Zahlen 158 Menschen getötet und mehr als 6000 verletzt worden. Zudem haben Hunderttausende ihre Wohnungen verloren. Die Wut der Demonstranten richtet sich gegen die Regierung und Behörden, die sie für das Unglück verantwortlich machen. Die jüngsten Proteste sind die größten seit Oktober, als Tausende Menschen gegen Korruption und Misswirtschaft unter der herrschenden Elite auf die Straße gingen. Dem Libanon macht seit längerem eine Wirtschaftskrise und hohe Arbeitslosigkeit zu schaffen. Zudem kämpft das Land gegen die Coronavirus-Pandemie.
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Bei heftigen Protesten im Libanon gab es mindestens einen Toten und zahlreiche Verletzte. Die Wut der Demonstranten richtet sich gegen die Regierung und Behörden, die sie für die Explosion im Hafen und die Wirtschaftskrise im Land verantwortlich machen.

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