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Messerattacke in Nizza Zwei Wochen nach Mord an Lehrer: erneute Enthauptung in Frankreich

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Knapp zwei Wochen nach der Enthauptung eines Lehrers bei Paris ist in Frankreich erneut ein Mensch von einem mutmaßlichen Islamisten geköpft worden. Bei dem Messerangriff vor einer Kirche in Nizza wurden am Donnerstag zudem zwei weitere Menschen getötet. Die Regierung in Paris setzte die höchste Sicherheitswarnstufe für das gesamte französische Territorium in Kraft. Der Angreifer in Nizza wurde von der Polizei niedergeschossen und ins Krankenhaus gebracht. Selbst nach seiner Festnahme habe er noch mehrmals "Allahu Akbar" - arabisch für "Gott ist groß" - gerufen. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich nach Informationen aus Polizeikreisen um einen 21-jährigen Tunesier handeln. Neben den drei Todesopfern habe es auch mehrere Verletzte gegeben. Schwer bewaffnete Polizisten riegelten das Gebiet rund um die Kirche Notre Dame ab. Mehrere Kranken- und Feuerwehrwagen waren vor Ort. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft soll die Ermittlungen übernehmen. Der französische Präsident Emmanuel Macron machte sich am Donnerstag persönlich ein Bild von der Lage. In Nizza sei ganz Frankreich angegriffen worden, sagte Macron: "Wenn wir erneut angegriffen wurden, dann wegen unserer Werte: unserer Vorliebe für Freiheit, der Möglichkeit, frei zu glauben und keinem Terror nachzugeben. Lassen Sie mich das noch einmal ganz klar sagen: Wir werden niemals nachgeben". Die Angriffe am Donnerstag ereigneten sich am Geburtstag des Propheten Mohammed. Sie erinnerten an die brutale Ermordung des Geschichtslehrers Samuel Paty in einem Pariser Vorort. Paty war von einem mutmaßlichen Islamisten tschetschenischer Herkunft auf offener Straße mit einem Messer enthauptet worden. Im Unterricht hatte er beim Thema Meinungsfreiheit umstrittene Mohammed-Karikaturen genutzt, die manche Muslime als Blasphemie erachten. Ob die Angriffe am Donnerstag ebenfalls in Zusammenhang mit dem Karikaturen-Streit stehen, war zunächst nicht klar.
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Bei einem Messerangriff vor einer Kirche in Nizza wurden am Donnerstag drei Menschen getötet. Die Regierung in Paris setzte die höchste Sicherheitswarnstufe in Kraft.

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