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Terrorüberlebender Tarjei Jensen Bech: "Ich konnte seinen Atem hören"

Tarjei Jensen Bech wurde beim Attentat auf der norwegischen Insel Utøya angeschossen. Im Podcast erzählt der heute 27-Jährige, wie er half, andere zu retten und dabei selbst nur knapp dem Tod entrann. Heute ist er politisch aktiv – und muss sich wieder mit Rechtsextremen auseinandersetzen.

Von Mathias Braschler

Utøya, eine kleine Insel im Tyrifjord, 40 Kilometer nordwestlich von Oslo, am 22. Juli 2011. Aus ganz Norwegen sind Mitglieder der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiterpartei zum alljährlichen Sommercamp angereist. Tarjei Jensen Bech ist mit einer Gruppe junger Politaktivisten aus Hammerfest im hohen Norden des Landes hier. An diesem Freitagnachmittag hält er gerade ein Nickerchen in seiner Hütte, als draußen Schüsse fallen. Durchs Fenster sieht er, wie ein blonder Mann in Polizeiuniform mit einem Gewehr aus kurzer Distanz Jugendliche exekutiert. Bech fasst sich ein Herz und rennt los, um andere Camp-Teilnehmer zu warnen.

Im Podcast erzählt der heute 27-Jährige, wie er andere retten half und dabei selbst nur knapp dem Tod entrann. Die Schusswunde an seinem Bein ist verheilt, doch noch immer hat er täglich Schmerzen. Als Vizegouverneur der nordnorwegischen Provinz Finnmark versucht Jensen Bech, die Lehren aus Utøya in gelebte Politik zu verwandeln. Dafür wird er immer wieder von rechtsextremen Landsleuten angefeindet und bedroht. "Dass die Gedanken und Anschauungen des Attentäters immer noch in der Welt sind, macht mir Angst", sagt er.

Tarjei Jensen Bech

Tarjei Jensen Bech

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