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Lautstarker Protest Tausende Schweizerinnen treffen sich zum "Massenschreien" – aus gutem Grund

Sehen Sie im Video: Warum sich Tausende Schweizerinnen zum "Massenschreien" treffen. Wie hier in Genf sind am Sonntag in vielen Schweizer Städten Tausende Frauen trotz der Corona-Einschränkungen auf die Straße gegangen. Anlaß war der Jahrestag einer Frauenrechts-Demonstration vor einem Jahr. Damals waren landesweit mehr als 500.000 Menschen unterwegs gewesen, um unter anderem für gleichberechtigte Bezahlung im Vergleich zu Männern in der Schweiz zu protestieren. Hier die Stimmen von einigen Teilnehmerinnen am Sonntag in Genf: "Für mich ist es emotional. Weil ich für mich laut protestiere, aber auch für meine Schwestern und Brüder. Und ich protestiere auch für alle anderen Kinder, die eine Mutter oder einen Vater verloren haben. Und ich rufe für meine Mutter, die auch aufgeschrien hätte, wenn sie noch hier wäre." "Jetzt kann ich in Frieden sterben. Die nächste Generation ist da, um zu übernehmen. Ich war schon traurig, weil wir für viele Dinge gekämpft, aber den Job nicht beendet haben und niemand mehr dafür da zu sein schien." Trotz der hohen Lebensqualität liegt die Schweiz bei der Bezahlung von Frauen und der Gleichstellung am Arbeitsplatz hinter anderen Industrieländern zurück. Schweizer Frauen verdienen rund ein Fünftel weniger als Männer. Trauriger Trost ist, dass es immerhin bereits besser ist als vor 30 Jahren. Denn damals gab es laut den Daten der Regierung für Frauen etwa ein Drittel weniger Bezahlung als für vergleichbare Arbeit von Männern.
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In der Schweiz haben sich Tausende Frauen versammelt, um für Gleichberechtigung zu protestieren. Die Demonstration fand als Wiederholung der Vorjahres-Veranstaltung statt. Damals waren landesweit über 500.000 Personen auf die Straße gegangen.

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