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Spannungen am Golf: Saudischer König ruft zu Krisengesprächen Ende Mai auf

Riad - Wegen der jüngsten Scharmützel in der Golfregion hat Saudi-Arabien Staaten aus der Region zu zwei Krisentreffen Ende Mai eingeladen. Die Nachrichtenagentur SPA berichtete, König Salman habe die Führer des Golf-Kooperationsrats und der Arabischen Liga zu Gesprächen am 30. Mai aufgefordert.

König Salman

Der saudische König Salman bin Abdulaziz Al Saud Ende März bei einem Gipfel der Arabischen Liga in Tunis. Foto: SPA/dpa

Wegen der jüngsten Scharmützel in der Golfregion hat Saudi-Arabien Staaten aus der Region zu zwei Krisentreffen Ende Mai eingeladen. Die Nachrichtenagentur SPA berichtete, König Salman habe die Führer des Golf-Kooperationsrats und der Arabischen Liga zu Gesprächen am 30. Mai aufgefordert.

Dann solle in Mekka über «diese Aggressionen und ihre Auswirkungen auf die Region» gesprochen werden, berichtete die saudische staatliche Agentur in der Nacht zu Sonntag unter Berufung auf Außenministeriumskreise.

In Saudi-Arabien war am Dienstag eine der wichtigsten Ölpipelines des Landes angegriffen worden. Dafür machte das sunnitische Saudi-Arabien seinen schiitischen Erzfeind Iran verantwortlich. Darüber hinaus hätten die Vereinigten Arabischen Emirate mitgeteilt, vier Handelsschiffe seien vor ihrer Küste angegriffen worden, berichtete SPA. Der Golf-Kooperationsrat wird von Saudi-Arabien beherrscht, ihm gehören sechs Staaten an, unter anderem Bahrain und Kuwait. Der Arabischen Liga gehören mehr als 20 Staaten an.

Die Huthi-Rebellen hatten den Angriff auf die Öl-Piplines als Vergeltungsaktion für Angriffe Saudi-Arabiens im Jemen bezeichnet. Die Huthis kontrollieren große Teile des Bürgerkriegslandes. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemens. Das Bündnis fliegt seit mehr als vier Jahren regelmäßig Luftangriffe gegen die Huthis.

Die Spannungen in der Region hatten bereits davor zugenommen. Das US-Verteidigungsministerium entsandte unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten mit der Begründung, es gebe Hinweise auf iranische Angriffe gegen US-Truppen.

dpa