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Studie zu Wahlentscheidungen: Anti-Haltung gegenüber Parteien prägt Stimmung bei EU-Wahl

Nicht die Zustimmung zu bestimmten Parteien, sondern vielmehr die Ablehnung anderer Parteien könnte den Ausgang der Europawahl Ende Mai prägen. Und noch ein Ergebnis der jüngsten Bertelsmann-Studie dürfte bei den Parteien der Mitte für Unbehagen sorgen.

Vor düsterem Himmel

Die Europafahne vor düsterem Himmel. Ende Mai sind Millionen EU-Bürger aufgerufen, die Zusammensetzung des neuen Europäischen Parlaments zu bestimmen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Die Wahlentscheidung bei der Europawahl wird bei der Mehrheit der Menschen von einer Anti-Haltung gegenüber Parteien geprägt.

Das ist ein Ergebnis der von der Bertelsmann-Stiftung vorgestellten Studie «Europa hat die Wahl - Populistische Einstellungen und Wahlabsichten bei der Europawahl 2019».

Demnach will eine Mehrheit der Befragten gegen statt für einzelne Parteien stimmen. Und: Laut Studie weisen die Anhänger der extremen und europakritischen Ränder einen stärkeren Mobilisierungsgrad für die Wahl auf als die der politische Mitte. Bei einer niedrigen Wahlbeteiligung hätte das Folgen für die Besetzung des EU-Parlaments.

Die Autoren der Studie wollen Ursachen von Populismus aufzeigen. Dazu wurden in zwölf EU-Mitgliedsstaaten Anfang 2019 repräsentativ knapp 24.000 Wahlberechtigte befragt. Dabei ging es neben der Frage nach den Wahlabsichten auch um EU- und Demokratieskepsis und um die Identifikation mit den zur Wahl stehenden Parteien.

dpa