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Belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja meldet sich aus dem Ausland – und räumt mit Gerüchten auf

Sehen Sie im Video: Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat Belarus verlassen.


Die nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus unter Druck stehende Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat sich nach Litauen abgesetzt. Sie habe ihr Heimatland aus eigenem Antrieb verlassen, sagte sie in einem YouTube-Video am Dienstag. Damit widersprach sie Äußerungen ihres Wahlkampfteams, wonach sie angesichts der Proteste gegen den verkündeten Wahlsieg von Präsident Aleksander Lukaschenko von den Behörden zur Ausreise gezwungen worden sei. Die Europäische Union bekräftigte Zweifel an der Legitimität der Wahl Lukaschenkos und kritisierte das Vorgehen der Sicherheitsbehörden der vergangen Tage. Das litauische Außenministerium teilte mit, Tichanowskaja sei in Sicherheit und mit ihren Kindern zusammen. Die 37-Jährige erkennt den proklamierten Sieg von Lukaschenko, der Belarus seit 1994 autoritär regiert, bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag nicht an und wirft ihm Wahlbetrug vor. Dem offiziellen Ergebnis zufolge erhielt Lukaschenko 80 Prozent der Stimmen. Am Montag war es im ganzen Land und vor allem in der Hauptstadt Minsk zu Protesten gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein. Nach Polizeiangaben wurden mehr als 2000 Menschen festgenommen.
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Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat sich mit einer Videobotschaft aus dem Ausland gemeldet. Sie räumt dabei mit Gerüchten über sich auf. Offenbar ist sie in Sicherheit und mit ihren Kindern zusammen.

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