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Syrien-Krise: Moskau beginnt Rettungsaktion für Russen in Syrien

Eigentlich verstehen sich Russland und das Regime von Syriens Präsident Baschar al Assad ganz gut - doch nun haben die Russen eine Hilfsaktion für ihre Bürger im Krisenland gestartet.

Hilfe für die Landsleute im Krisengebiet: Im Syrien-Konflikt hat Russland eine Rettungsaktion für seine Bürger in dem arabischen Land begonnen. Zwei Transportmaschinen mit Ärzten und Psychologen an Bord hoben am Dienstag von Flugplätzen nahe Moskau in Richtung der libanesischen Hauptstadt Beirut ab, wie die Agentur Itar-Tass meldete. Mehr als 100 Russen aus Syrien seien bereits in das Nachbarland Libanon geflüchtet. Unter ihnen seien vor allem Frauen und Kinder.

Es ist das erste Mal, dass Moskau seine Bürger aus Syrien in Sicherheit bringt. Regierungskreise betonten jedoch, dass es sich nicht um eine Evakuierung handele. Die Russen kehrten vielmehr freiwillig zurück. Moskau ist ein enger Partner des syrischen Machthabers Baschar al Assad. Der Aufstand gegen Assad hat sich zu einem Bürgerkrieg entwickelt, in dem nach UN-Schätzungen mehr als 60.000 Menschen ums Leben gekommen sind.

Am Montag trafen in der ebenfalls an Syrien grenzenden Türkei die ersten Patriot-Abwehrsysteme aus Deutschland ein, mit denen das Nato-Mitglied gegen Angriffe aus Syrien geschützt werden soll. Auch die USA und die Niederlande schicken Patriot-Raketen in die Türkei. Die syrische Opposition scheiterte am selben Tag mit dem Versuch, sich auf eine Übergangsregierung für die von Rebellen gehaltenen Gebiete zu einigen.

nw/DPA/Reuters / DPA / Reuters