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Tag sechs: Papst beendet Asien-Reise in Bangladesch

Dhaka - Papst Franziskus beendet heute seine Reise nach Myanmar und Bangladesch. Am sechsten und letzten Tag steht in der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka unter anderem ein Besuch eines Heims des Mutter-Teresa-Ordens auf dem Programm.

Papst Franziskus in Bangladesch

Papst Franziskus kommt in Dhaka in Bangladesch auf einer traditionellen Rikscha zu einem interreligiösen Friedenstreffen unter anderem mit Rohingya-Angehörigen. Foto: Andrew Medichini

Papst Franziskus beendet heute seine Reise nach Myanmar und . Am sechsten und letzten Tag steht in der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka unter anderem ein Besuch eines Heims des Mutter-Teresa-Ordens auf dem Programm.

Der argentinische Pontifex will sich außerdem mit Priestern und Schülern einer katholischen Schule treffen sowie einen Friedhof besuchen. Am späten Nachmittag (Ortszeit) steht vor seinem Rückflug nach Rom eine Verabschiedung am Flughafen an.

Am Freitag nannte das Oberhaupt der katholischen Kirche zum ersten Mal während der Reise die Rohingya-Flüchtlinge beim Namen. «Die Anwesenheit Gottes heißt heute auch Rohingya», sagte Franziskus bei einem Treffen mit 16 Angehörigen der muslimischen Minderheit in Dhaka, die ebenso wie Hunderttausende andere Rohingya aus nach Bangladesch geflohen waren. Er bat die Flüchtlinge um Vergebung für die Gewalt, die sie erlitten hatten.

Der Papst war dafür kritisiert worden, dass er in Myanmar, der ersten Station seiner , das Leid der Rohingya nicht direkt angesprochen und sie nicht beim Namen genannt hatte. In Bangladesch, wohin er am Donnerstag weiter geflogen war, hatte er sich deutlicher zur Flüchtlingskrise geäußert, es aber bis zum Freitagabend (Ortszeit) weiter vermieden, das Wort «Rohingya» zu benutzen.

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt. In dem überwiegend muslimischen südasiatischen Staat sind nur 0,24 Prozent der mehr als 160 Millionen Einwohner Katholiken.

dpa