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Testwahl für die Regierung: Bürger Nordmazedoniens wählen neuen Präsidenten

Skopje - In Nordmazedonien hat am Sonntag die Präsidentenwahl begonnen. Rund 1,8 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Wahlen in Mazedonien

Zoran Zaev, Ministerpräsident von Mazedonien, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Boris Grdanoski/AP

In Nordmazedonien hat am Sonntag die Präsidentenwahl begonnen. Rund 1,8 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Der Urnengang gilt als Testwahl für die Regierung des Sozialdemokraten Zoran Zaev, nachdem sich das Land im Februar von Mazedonien in Nordmazedonien umbenannt hatte. Letzten Umfragen zufolge lag der sozialdemokratische Kandidat Stevo Pendarovski knapp vor der parteilosen, von der nationalistischen Oppositionspartei VMRO-DPMNE unterstützten Gordana Siljanovska-Davkova.

Einen dritten Kandidaten, Blerim Reka, unterstützen zwei Parteien der albanischen Minderheit. Der bisherige Präsident, der mit der VMRO-DPMNE verbundene Djordje Ivanov, durfte nach zwei Amtsperioden nicht mehr erneut antreten. Kommt keiner der Kandidaten auf mindestens 50 Prozent der Stimmen, wird eine Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten am 5. Mai erforderlich. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr. Mit Ergebnissen wird am späten Sonntagabend gerechnet.

Mit der Umbenennung des Landes wurde der Namensstreit mit Griechenland beigelegt. Athen hatte seit der Unabhängigkeit Mazedoniens vor 27 Jahren darauf bestanden, dass der nördliche Nachbar seinen Namen ändert, weil eine Region im Norden Griechenlands ebenso heißt. Als EU- und Nato-Mitglied hatte Griechenland mit seinem Veto jede Annäherung Mazedoniens an die westlichen Bündnisse blockiert. Inzwischen ist der Beitritt Nordmazedoniens zur Nato eingeleitet worden.

dpa