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Abgewählter US-Präsident Trump befiehlt Abzug eines Großteils der US-Truppen aus Somalia

Sehen Sie im Video: Donald Trump deutet an, 2024 zur US-Wahl anzutreten.




"This may be the most important speech I've ever made." 46 Minuten lang ist eine Videobotschaft von Donald Trump, in der der amtierende US-Präsident noch einmal seine Anschuldigungen über eine Manipulation der Wahl vom 3. November wiederholt hat. Es sei ein Update über die Bemühungen, den Wahlbetrug und die erheblichen Unstimmigkeiten aufzuklären, sagte Trump. Journalisten und somit Nachfragen zu seinen Thesen waren im Weißen Haus nicht zugelassen. Und so blieb es am Mittwoch bei seiner Beteuerung, dass es Belege gebe. Alle, die sie sähen, würden sagen: Wow, diese Beweise sind überwältigend. "Everyone is saying, wow, the evidence is overwhelming when they get to see it." Allerdings hätten sich Medien und Richter bisher geweigert, diese Beweise zu akzeptieren. Letztendlich sei er bereit, jedes korrekte Wahlergebnis zu akzeptieren und er hoffe, dass auch Joe Biden das tue. "And I hope that Joe Biden is as well." Es sei statistisch unmöglich, dass er die Wahl verloren habe, sagte Trump. Staatliche und Bundeswahlleiter haben wiederholt erklärt, dass es keine derartigen Beweise gibt. Auch Justizminister William Barr bestätigte dies zuletzt. Die meisten Klagen Trumps wurden abgewiesen. Einem Insider zufolge hat Trump bei einem Empfang im Weißen Haus angedeutet, dass er bei der Wahl 2024 erneut antreten könnte. Er kämpfe weiter um eine zweite Amtszeit. US-Präsidenten dürfen zwei Legislaturen zu je vier Jahren im Amt bleiben. Bislang absolvierte allein Grover Cleveland 1885 und 1893 zwei nicht aufeinanderfolgende Amtszeiten.
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Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat den Abzug von US-Truppen aus Somalia befohlen. Bis Anfang 2021 solle ein Großteil der dort stationierten Soldatinnen und Soldaten das ostafrikanische Land verlassen.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat den Abzug der "Mehrheit" der US-Streitkräfte aus Somalia angeordnet. Der Abzug aus dem ostafrikanischen Krisenland solle bis Anfang 2021 erfolgen, teilte das Pentagon mit. Konkrete Zahlen zur derzeitigen und künftigen Truppenstärke machte das Verteidigungsministerium nicht. Nach Angaben von US-Medien sind derzeit um die 700 US-Soldaten in Somalia stationiert, die dort somalische Sicherheitskräfte trainieren und gegen die islamistische Schebab-Miliz kämpfen. 

Pentagon: Truppenabzug bedeute "keinen Wandel in der US-Politik"    

Einige der Soldaten werden demnach in Nachbarländer Somalias verlegt, um weiterhin grenzüberschreitende Einsätze der USA mit Partnern zu ermöglichen. Der Abzug bedeute "keinen Wandel in der US-Politik", teilte das Pentagon weiter mit. Die USA würden weiterhin gegen "gewalttätige extremistische Organisationen, die unsere Heimat bedrohen könnten", vorgehen. Zugleich werde sichergestellt, "dass wir unseren strategischen Vorteil im Wettstreit der Großmächte behalten".

   

Washington stuft die Schebab-Miliz seit 2008 als Terrororganisation ein. Sie ist mit dem Extremistennetzwerk Al-Kaida verbündet. Ihre 5000 bis 9000 Kämpfer haben zum Ziel, die somalische Regierung zu stürzen. Ein im Februar veröffentlichter, offizieller US-Bericht bezeichnete die Schebab-Miliz als "wachsende Bedrohung" und warnte, dass die Kämpfer danach trachteten, einen Anschlag auf US-Territorium zu verüben. Erst Anfang November hatte Washington einen der Anführer der Miliz auf die US-Terrorliste gesetzt.

fs DPA AFP

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