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Drittes TV-Duell: Umfragen sehen Clinton vorn - Trump überrascht mit absurder Aussage

Die großen TV-Duelle des US-Wahlkampfes 2016 sind vorüber. Im glitzernden Las Vegas kam es zum Schluss nochmal zu einem Höhepunkt. Donald Trump sorgte mit einer weitreichenden Aussage für Staunen.

Strahlende Hillary Clinton, konsternierter Donald Trump: Umfragen sehen Clinton im dritten TV-Duell vorn

Strahlende Hillary Clinton, konsternierter Donald Trump: Umfragen sehen Clinton im dritten TV-Duell vorn 

Knapp drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat Donald Trump das letzte TV-Duell nicht für eine entscheidende Aufholjagd auf seine Konkurrentin Hillary Clinton nutzen können. Erste Umfragen sehen Hillary Clinton vorne. Trump sahen nach einer Umfrage im Auftrag des Senders CNN nur 39 Prozent der Befragten als Sieger, Clinton dagegen 52 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov, das mehr als 1500 Zuschauer des TV-Duells in Las Vegas befragte, erklärte Clinton mit 49 Prozent ebenfalls zur Siegerin. Trump kam auch in dieser Erhebung nur auf 39 Prozent. 

Der Republikaner und die Demokratin lieferten sich in Las Vegas vor den Augen der Nation erneut ein hartes Wortgefecht. Trump erneuerte dabei seinen Manipulationsverdacht bezüglich der Präsidentschaftswahl am 8. November. Er sagte zum Erstaunen aller auf die Frage, ob er das Wahlergebnis anerkennen werde: "Ich werde mir das dann anschauen. Ich schaue es mir nicht jetzt an. Ich lasse Euch zappeln". Auch auf mehrmalige Nachfrage des Moderators wollte er sich nicht festlegen, dass er das Wahlergebnis anerkennen werde. Ein Präsidentschaftskandidat, der sich erst noch überlegen will, ob er das Ergebnis anerkennt? US-Kommentatoren bewerteten dies als absurd und einzigartig in bisherigen US-Wahlkämpfen.

Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrmals mit Verschwörungstheorien aufgewartet und den Eindruck erweckt, die Wahl werde manipuliert. Beweise oder Indizien dafür hat er jedoch nicht geliefert. Sein Vizepräsidentschaftskandidat Mike Pence und seine Tochter Ivanka Trump hatten die Aussagen kurz vor der Fernsehdebatte relativiert und erklärt, die Manipulierungsvorwürfe bezögen sich auf die Medienberichterstattung. 

Donald Trump liegt hinter Hillary Clinton zurück

Der 70-jährige Trump liegt in Umfragen weniger als drei Wochen vor dem Wahltermin weit hinter Clinton (68) zurück. Erste Kommentatoren gehen davon aus, dass ihm nur noch ein großer Fehler Clintons oder eine dramatische Wendung zum Wahlsieg verhelfen kann. 

Clinton und Trump lieferten sich in Las Vegas ein engagiertes Duell, teilweise inhaltlicher geführt als die beiden Veranstaltungen in Hempstead (New York) und St. Louis (Missouri). Die Demokratin und der Republikaner gerieten bei Themen wie Abtreibung, Waffengesetze und der Besetzung höchster Richterämter aneinander. 

Clinton erklärte in ihrem Schlussstatement, sie werde sich besonders für Bildung und sozialen Ausgleich einsetzen. Trump forderte mehr Gesetzestreue und Gerechtigkeit im Land. Oftmals tauschten beide in der vom konservativen Sender Fox News ausgerichteten Debatte jedoch meist bereits bekannte Argumente aus, neue Fakten kamen kaum auf den Tisch. Ein Zeichen, wie hitzig die Debatte geführt wurde: Beide Kontrahenten reichten sich weder zu Beginn noch am Ende die Hände. 

Trump beschuldigte seine diesmal in einem weißen Hosenanzug gekleidete Konkurrentin, Lügen über sexuelle Übergriffe zu verbreiten. In denn vergangenen Tagen waren mehrere Frauen an die Öffentlichkeit getreten und hatten den republikanischen Präsidentschaftskandidaten beschuldigt, sie unziemlich bedrängt zu haben. Trump bezeichnete das als Lügen. "Ich kenne diese Leute nicht", sagte er am Mittwochabend.

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"Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich. Niemand", behauptete Trump. Clintons Wahlkampfteam habe die Frauen dazu gebracht, diese Aussagen zu machen. Es habe auch Leute angeheuert, die auf seinen Veranstaltungen gewalttätig geworden seien. Clinton warf dem 70-Jährigen daraufhin vor, Frauen zu verachten. "Donald Trump denkt, dass es ihn groß macht, wenn er Frauen erniedrigt. Es macht ihn nur zu einem Rüpel."

feh / DPA