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US-Vizepräsident: Pence will in Ankara im Nordsyrien-Konflikt vermitteln

Istanbul/Ankara/Washington - US-Vizepräsident Mike Pence und US-Außenminister Mike Pompeo wollen am Donnerstag in Ankara im Nordsyrien-Konflikt zwischen der Türkei und Kurdenmilizen vermitteln.

Militärischer Konflikt in Nordsyrien

Auf dem von der türkischen Seite der Grenze aufgenommenen Foto ist Rauch zu sehen, der über der syrischen Stadt Ras al-Ain aufsteigt. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

US-Vizepräsident Mike Pence und US-Außenminister Mike Pompeo wollen am Donnerstag in Ankara im Nordsyrien-Konflikt zwischen der Türkei und Kurdenmilizen vermitteln.

Der Kommunikationsdirektor von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Fahrettin Altun, hatte auf Twitter bestätigt, dass es ein Treffen zwischen der von Pence angeführten Delegation und Erdogan geben werde. Zu weiteren Terminen der Amerikaner in Ankara gab es zunächst keine Angaben. Der Gruppe gehören auch der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien und der US-Sonderbeauftragte der Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, an.

Die USA hatten in dieser Woche unter anderem eine sofortige Waffenruhe gefordert. Die Chancen, damit in Ankara weiterzukommen, dürften jedoch gering sein. Erdogan hat in der Nacht auf Mittwoch bereits klargestellt, dass ein Waffenstillstand nicht in Frage komme, solange das Ziel nicht erreicht sei: Die Türkei will entlang der syrisch-türkischen Grenze eine sogenannte Sicherheitszone einrichten und die Kurdenmilizen, die dort ein großes Gebiet kontrollieren, vertreiben. Die Regierung betrachtet die kurdische YPG-Miliz als Terrororganisation und als Gefahr für die Türkei.

Erdogan schloss am Mittwoch außerdem Verhandlungen mit den Gegnern aus. Es gebe Anführer, die vermitteln wollten, aber die Türkei setze sich nicht mit «Terroristen» an einen Tisch, sagte er.

dpa