HOME

Umfrage: Die US-Wahl 2020 verursacht massiven Stress in der Bevölkerung - schon ein Jahr vor dem Ereignis

Erst in einem Jahr entscheiden die Amerikaner über das Präsidentenamt, doch schon jetzt verursacht die US-Wahl 2020 massiven Stress in der Bevölkerung. Auch die Themen Massenschießereien und Klimawandel sind ein großer Stressfaktor - sagt eine Umfrage.

Donald Trump strebt bei den US-Wahlen 2020 seine zweite Amtszeit an

Donald Trump strebt bei den US-Wahlen 2020 seine zweite Amtszeit an

DPA

Bis zu den US-Wahlen 2020 dauert es noch ein Jahr, doch schon jetzt wirft das Ereignis seine Schatten voraus - und das nicht nur wegen Donald Trump und dem Wahlkampf der Demokraten, sondern auch wegen des Gesundheitszustands vieler US-Amerikaner. Laut einer Umfrage der "American Psychological Association" (APA) löst das Thema Wahl bei 56 Prozent der Befragten massiven Stress aus. Zum Vergleich: Vor der Wahl 2016 lag dieser Wert bei 52 Prozent. Die Daten stammen aus dem jährlichen Bericht über "Stress in Amerika" der APA, für den 3617 US-Bürger vom 1. August bis 3. September befragt wurden. 

Andere Themen, die in den täglichen Nachrichten vorkommen, sorgen ebenfalls für ein hohes Stressaufkommen in der Bevölkerung. 71 Prozent der Befragten erklärten, dass Massenschießereien ein signifikanter Stressfaktor sind. Dieser Wert lag bei der letztjährigen Umfrage noch bei 62 Prozent. 

Etwa 69 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sorgen sich um die Gesundheitsversorgung, insbesondere um die Kosten der Leistungen und die Unsicherheit darüber, ob sie sich diese in Zukunft überhaupt leisten können. Stress hervorgerufen durch den Klimawandel ist für 56 Prozent der Befragten ein Stressfaktor; das Thema Einwanderung belastet rund 48 Prozent der Teilnehmer. 

Anhaltender Stress kann die Gesundheit beeinträchtigen

Auch der Stress wegen Diskriminierung hat in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen. Etwa 63 Prozent der farbigen Menschen sind der Meinung, dass Diskriminierung sie daran gehindert hat, ein erfülltes und produktives Leben zu führen.

Viele der Teenager bei dieser Veranstaltung in Ohio sind sich schon sicher, wen sie 2020 wählen werden: Donald Trump.

"Es gibt derzeit eine Menge Unsicherheit in unserer Welt - von Massenschießereien bis hin zum Klimawandel. Die diesjährige Umfrage zeigt uns, dass mehr US-Amerikaner unter dem Stress leiden, die diese Probleme mit sich bringen", sagte Arthur C. Evans Jr., der Vorstandsvorsitzende der APA, in einer Erklärung. "Die Forschung zeigt uns, dass anhaltende Gefühle von Angst und Stress im Laufe der Zeit unsere allgemeine körperliche und geistige Gesundheit beeinträchtigen können. Psychologen können den Menschen dabei helfen, besser mit dem Stress umzugehen", ergänzte er.

Quellen: "American Psychological Association"; "Science Daily"; "Huffington Post"

vit