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Nach Tötung von iranischem General: USA verlegen zusätzlich mehrere Tausend Soldaten in den Nahen Osten

Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani im Irak entsenden die USA zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Es soll sich um bis zu 3500 Streitkräfte handeln.

Fallschimrjäger der US-Armee werden von der Militäreinrichtung Pope Field abgezogen

USA, Cumberland County: Fallschimrjäger der US-Armee werden von der Militäreinrichtung Pope Field abgezogen

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Wegen neuer Spannungen im Nahen Osten infolge der Tötung des ranghohen iranischen Generals Ghassem Soleimani verlegen die USA zusätzlich mehrere Tausend Soldaten in die Region. Sie würden angesichts der gestiegenen Bedrohungslage als "Vorsichtsmaßnahme" in Iraks Nachbarland Kuwait stationiert, hieß es am Freitag aus dem Verteidigungsministerium. Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge handelte es sich um bis zu 3500 Soldaten. 

Das Pentagon nannte zunächst keine genaue Zahl und erklärte, dass es sich um eine "Brigade" aus dem Bundesstaat North Carolina handle. Aus dem Verband aus North Carolina waren am Mittwoch bereits 750 Soldaten - ein Battalion - nach Kuwait verlegt worden. 

Iran droht den USA mit "schwerer Rache"

Soleimani, der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, wurde in der Nacht zum Freitag bei einem US-Raketenangriff nahe dem Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad getötet. Die US-Regierung rechtfertigte den Einsatz als einen "Akt der Selbstverteidigung" angesichts bevorstehender Angriffe Soleimanis auf US-Bürger. 

Die US-Regierung setze weiter auf eine "Deeskalation" im Nahen Osten, erklärte Außenminister Mike Pompeo. Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, drohte den USA hingegen mit "schwerer Rache". Auch mit Teheran verbündete Milizen drohten Vergeltung an. US-Präsident Donald Trump betonte, er wolle keinen Krieg mit Teheran. "Wir haben gehandelt, um einen Krieg zu beenden", sagte Trump am Freitag im US-Bundesstaat Florida. "Wir haben nicht gehandelt, um einen Krieg zu beginnen." Die Vereinigten Staaten wollten Frieden, Partnerschaft und Freundschaft mit anderen Ländern.

Die US-Streitkräfte sind derzeit zudem mit rund 5000 Soldaten im Irak vertreten und haben Tausende weitere Truppen in anderen Ländern der Region wie in Bahrain und in Saudi-Arabien.

fs / DPA / AFP
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