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Visite im Zeichen Europas: Kurz bei «Europa verschiedener Geschwindigkeiten» skeptisch

Paris - Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sieht die Pläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für ein «Europa verschiedener Geschwindigkeiten» skeptisch.

Kurz in Paris

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und der französische Präsident Emmanuel Macron nehmen im Elyseepalast an einer gemeinsamen Pressekonferenz teil. Foto: Ian Longsdon

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sieht die Pläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für ein « verschiedener Geschwindigkeiten» skeptisch.

«Es kann nicht auf Dauer Mitglieder erster und zweiter Klasse innerhalb der Union geben», sagte Kurz der französischen Tageszeitung «Le Figaro» vor einem Besuch bei Macron in . «Wir können Europa nur stärken, wenn wir zusammenarbeiten.»

hatte sich in seinen vielbeachteten Vorschlägen zur Reform der Europäischen Union ausdrücklich zum umstrittenen Konzept eines «Europas der verschiedenen Geschwindigkeiten» bekannt. Damit ist gemeint, dass Staatengruppen innerhalb der Gemeinschaft ihre Zusammenarbeit bei bestimmten Themen verstärken können, auch wenn nicht alle EU-Mitglieder mitziehen wollen.

Kurz führte aus, das Europa verschiedener Geschwindigkeiten sei eine Realität und in bestimmten Bereichen eine Notwendigkeit. «Trotzdem sehe ich diese Idee nicht als positive Vision für die Zukunft an.» Er forderte, die solle sich auf zentrale Fragen wie Verteidigung und Sicherheit konzentrieren. Österreich sehe sich innerhalb der Union als Brückenbauer und wolle «die Spannungen verringern».

Der 31-jährige Kurz war im Dezember als jüngster Regierungschef Europas vereidigt worden. Seine konservative Volkspartei ÖVP regiert gemeinsam mit der rechten FPÖ.

dpa