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Vorwahlen noch bis Juni: Biden Favorit in Umfrage für Vorwahlen in South Carolina

Acht Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten sind noch im Rennen. Sieben von ihnen stehen nun bei der Vorwahl in South Carolina auf dem Wahlzettel. Besonders für einen Bewerber - der einst als Hoffnungsträger galt - steht viel auf dem Spiel.

Wahlkampf in den USA - Biden

Biden war als Hoffnungsträger ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gestartet, hat sich bei den bisherigen Vorwahlen aber nicht durchsetzen können Foto: Gerald Herbert/AP/dpa

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten wird im Bundesstaat South Carolina die vierte Vorwahl abgehalten.

Umfragen sehen den früheren Vizepräsidenten Joe Biden (77) als Favoriten, der bei den drei bisherigen Vorwahlen enttäuschend abgeschnitten hat und daher dringend auf einen Erfolg angewiesen ist. An zweiter Stelle liegt in dem Bundesstaat demnach Senator Bernie Sanders (78), der sich selbst als demokratischer Sozialist bezeichnet. Er konnte bislang zwei Siege für sich verbuchen und führt das Feld der Bewerber in landesweiten Umfragen an.

LETZTE WAHL VOR DEM WICHTIGEN «SUPER TUESDAY»

Die Vorwahl ist die letzte vor dem «Super Tuesday» am kommenden Dienstag. Dann wird in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten gewählt. Dabei werden mehr als ein Drittel aller Delegierten vergeben, die im Sommer den Kandidaten der Demokraten bestimmen. Dieser Kandidat wird am 3. November gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump in die Wahl ziehen. Trump selber hat keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz. Die Republikaner haben daher ihre Vorwahlen in South Carolina und in mehreren anderen Bundesstaaten gestrichen.

WARUM BIDEN AUF SOUTH CAROLINA HOFFEN MUSS

In South Carolina können deutlich mehr Schwarze abstimmen als bei den bisherigen Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa, New Hampshire und Nevada. Biden - der dem moderaten Flügen der Demokraten angehört - hofft, bei dieser Wählergruppe punkten zu können.

«Ich habe wie der Teufel dafür gearbeitet, die Stimmen der schwarzen Amerikaner zu gewinnen, nicht nur hier, sondern überall im Land», sagte Biden bei einer TV-Debatte der demokratischen Kandidaten in Charleston in South Carolina am Dienstag. Auf die Frage, ob er seine Kandidatur auch im Fall einer Niederlage in South Carolina fortführen wolle, antwortete er: «Ich werde South Carolina gewinnen.» 

WER NOCH IM RENNEN IST - UND WER AUF DEM WAHLZETTEL STEHT

Neben Biden und Sanders sind noch sechs weitere Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten: Der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg (78), der Ex-Bürgermeister von South Bend (Indiana), Pete Buttigieg (38), die Senatorin Amy Klobuchar (59), der frühere Hedgefonds-Manager Tom Steyer (62), die Senatorin Elizabeth Warren (70) und die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38). Bloomberg tritt in South Carolina - wie bei den bisherigen Vorwahlen - nicht an. Der Multimilliardär ist erst spät ins Rennen eingestiegen und steht erstmals am «Super Tuesday» auf den Wahlzetteln.

WER BISLANG PUNKTEN KONNTE

Buttigieg hatte sich bei der ersten Vorwahl in Iowa Anfang Februar ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Sanders geliefert, war am Ende aber auf etwas mehr Delegierte gekommen. Bei der Vorwahl in New Hampshire konnte sich Sanders knapp gegen Buttigieg durchsetzen, Nevada gewann Sanders dagegen mit deutlichem Vorsprung vor Biden und Buttigieg.

Biden war als Hoffnungsträger ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gestartet, hat sich bei den bisherigen Vorwahlen aber nicht durchsetzen können und in Umfragen deutlich an Zustimmung verloren. In Iowa war er nur auf den vierten Platz gekommen, in New Hampshire sogar nur auf Rang fünf.

VORWAHLEN NOCH BIS JUNI - DANACH FÄLLT DIE ENTSCHEIDUNG

Die Wahllokale in South Carolina am Samstag öffnen um 7.00 Uhr (Ortszeit/13.00 Uhr MEZ). Sie schließen um 19.00 Uhr (Sonntag, 1.00 Uhr MEZ). Im Anschluss wird mit ersten Ergebnissen gerechnet. Die Vorwahlen ziehen sich bis Juni hin. Auf Nominierungsparteitagen küren Demokraten und Republikaner danach endgültig ihre Präsidentschaftskandidaten - die Demokraten im Juli in Milwaukee (Wisconsin), die Republikaner im August in Charlotte (North Carolina).

dpa