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Corona-Mutationen Merkel drängt auf "sehr schnelles Handeln" – Kommt ein härterer Lockdown?

Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt aus Sorge vor der Ausbreitung von Corona-Virus-Mutationen auf "sehr schnelles Handeln". Im CDU-Präsidium sagte sie nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen am Donnerstagabend, dass sie deshalb das Treffen der Ministerpräsidenten vom 25. Januar auf kommende Woche vorziehen wolle. Dann müsse über weitere Verschärfungen gesprochen werden. Es müsse verhindert werden, dass sich die hochansteckenden Virus-Varianten ausbreiteten. "Das Virus lässt sich nur mit zusätzlichen Anstrengungen aufhalten", sagte sie danach. Denn trotz des Lockdowns gebe es mehr Kontakte als im Frühjahr 2020. Merkel widersprach im Bundesvorstand später einem "Bild"-Bericht, dass auch eine Schließung des öffentlichen Verkehrs geplant sei. "Wir müssen den ÖPNV entlasten, indem wir mehr Homeoffice machen und so die Kontakte reduzieren", sagte sie nach Teilnehmerangaben. Zuvor hatte bereits der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, "Nachschärfungen" gefordert, weil die Maßnahmen in den Ländern von den Menschen nicht mehr so konsequent umgesetzt würden. "Der Begriff Lockdown ist ein sehr unspezifischer Begriff. Ich denke, Professor Borgmann hat sehr schön gezeigt, dass dieser Lockdown nicht so effektiv ist wie derjenige, den wir im Frühjahr hatten. Also ganz offensichtlich wird er nicht mit derselben Werft durchgezogen." Das RKI meldete am Donnerstag, dass innerhalb von 24 Stunden 1244 Menschen gestorben seien, die positiv auf das Virus getestet worden waren.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treibt offenbar die Sorge vor den Corona-Mutationen um. Daher will sie offenbar das Bund-Länder-Treffen vorziehen.

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