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Hamburg-Wahl 2020: Alle Stimmen ausgezählt: AfD und FDP zittern sich in die Bürgerschaft

Bürgerschaftswahlen in Hamburg: Laut Landeswahlleitung hat die SPD klar gewonnen, die Grünen haben ordentlich zugelegt. AfD und FDP schaffen die Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlnacht im Liveblog zum Nachlesen.

Hamburg: Ein großes beleuchtetes Kreuz steht als symbolisches Wahlkreuz auf dem Rathausmarkt vor dem Rathaus

Hamburg: Ein großes beleuchtetes Kreuz steht als symbolisches Wahlkreuz auf dem Rathausmarkt vor dem Rathaus

DPA

SPD und Grüne haben in Hamburg einen klaren Wahlsieg eingefahren und können damit die letzte noch existierende rot-grüne Koalition in Bund und Ländern fortsetzen.

Wie die Landeswahlleitung am Sonntagabend mitteilte, kommen die Sozialdemokraten nach vereinfachter Auszählung der für die Parteien auf den Landeslisten abgegebenen Stimmen auf 39,0 Prozent. AfD und FDP würden demnach mit 5,3 beziehungsweise 5,0 Prozent in der Bürgerschaft bleiben. Die Grünen kämen als zweitstärkste Kraft auf 24,2, die CDU auf 11,2 und die Linke auf 9,1 Prozent. Ein vorläufiges amtliches Endergebnis wird erst für Montagabend erwartet.

Zum Nachlesen: So lief der Wahlabend in Hamburg

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Michael Kellner (Grüne): Wir besinnen uns auf die eigenen Stärken. Habe das Gefühl, bei der Union herrscht Realitätsverlust, den Linken Ramelow mit dem Rechten Höcke gleichzusetzen ... CDU-Mann Paul Ziemiak wehrt sich dagegen, "verbietet sich", betont er. Kellner fürchtet weitere "Thüringer Verhältnisse" in anderen Ländern, wenn die CDU Haltung nicht ändern ...

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Nun hat auch das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein ihre erste Hochrechnung (Stand: 19.40 Uhr) veröffentlicht. Die Ergebnisse:

    SPD: 39,3 Prozent (-6,3)
    CDU: 11,4 Prozent (-4,5 Prozent)
    Die Linke: 8,6 Prozent (+0,1 Prozent)
    FDP: 5,1 Prozent (-2,3 Prozent)
    Grüne: 23,5 Prozent (+11,2 Prozent)
    AfD: 5,8 Prozent (-0,3 Prozent)

    Laut dem Statistischen Amt für Hamburg und Schleswig-Holsteinseien seien für die erste Hochrechnung 15,5 Prozent der Stimmbezirke ausgezählt worden.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Die Diskussion verlässt jetzt völlig die Hamburg-Wahl. Ziemiak hält eine Neuwahl in Tühringen für die sauberste Lösung. Michael Kellner (Grüne) konsterniert: Wir diskutieren hier am Abend der Hamburg-Wahl nach den rechten Anschlägen von Hanau die kommunistische Plattform der Linken ...

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Paul Ziemiak (CDU) fühlt sich von Schindlers Äußerungen in der Abgrenzung zur Linkspartei bestätigt.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Jörg Schindler (Linke): Unsere Auffassung als Linke ist eine demokratische. Wir wollen die Demokratie erweitern, wollen auch Sozialismus. Dass kommunistische Plattform überwacht wird, ist ein undemokratisches Mittel. Wo hat sie zu Gewalt aufgefordert? Nirgendwo. Bei uns gibt es nichts abzugrenzen. Bewegen uns im Rahmen der Verfassung.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Linda Teuteberg (FDP) zu vergleichsweise hohen Werten für Fall-zu-Fall-Entscheidung, mit AfD zusammenzuarbeiten, unter FDP-Anhängern: Unsere Haltung gegen AfD hängt nicht von Meinungserhebungen ab. Klare Abgrenzung, klare Reaktion nach Thüringen.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Michael Kellner (Grüne): Sind gar keine Ausländer ermordet worden, sondern Deutsche, die seit Generationen bei uns sind. Waffenrecht weiter verschärfen, Munition nicht zuhause lagern, weil wir gegen rechten Terror vorgehen müssen.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Lars Klingbeil (SPD): Kann doch niemand in Frage stellen, dass sich die AfD verfassungsfeindlich verhält. AfD sollte sich selbst für Instrumentalisierung gleich in ersten Stunden nach Hanau-Attentat schämen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Nach der Bürgerschaftswahl ist für Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition naheliegend. "Wir haben immer gesagt, dass Rot-Grün die naheliegende Option ist - das gilt auch jetzt. Wir werden als erstes auch mit den Grünen sprechen, sondieren", sagte Tschentscher im ZDF. Rot-Grün habe erfolgreiche Arbeit gemacht.

    Die Grünen-Bürgermeisterkandidatin Katharina Fegebank sprach sich ebenfalls für eine Fortführung der Zusammenarbeit aus. "Wir haben eine sehr erfolgreiche Koalition gehabt die letzten fünf Jahre. Und ich sehe nicht, warum das nicht wieder funktionieren sollte mit einem deutlich stärkeren Votum für die Grünen", sagte Fegebank.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Bernd Baumann (AfD): Ich bezweifle nicht, das Worte zu Taten führen. Ich bezweifle aber, dass man die AfD mit internationalen Spinnern zusammenbringen darf. Instrumentalisierung von Hanau von anderen Parteien.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Markus Blume (CSU) zu gesellschaftlichem Nährboden für Rechtstaten: AfD hat selbstverständlich eine Mitverantwortung für Taten von Hanau. Er erinnert an rechtsgerichtetes Malbuch. Hamburg glücklicherweise ein demokratisches Stoppzeichen gegen AfD und rechtes Gedankengut.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Bernd Baumann (AfD): Hamburg immer schwierig für uns. Links-grüne Hochburg im Land überhaupt. Beklagt sich, dass "links-grüner Mob" alle Wahlkampf-Veranstaltungen verhindert hätte und eine "Medienkampagne", die Hanau mit Partei in Verbindung gebracht hätte.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Die erste Hochrechnung der Forschungsgruppe Wahlen:

    SPD: 37,8 Prozent
    CDU: 11,3 Prozent
    Grüne: 25,4 Prozent
    Linke: 9,5 Prozent
    FDP: 5 Prozent
    AfD: 4,7 Prozent

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Linda Teuteberg (FDP): Thüringen war eine Belastung, aber es wurde schnell Klarheit geschaffen. Unverändert klarer Kurs, der nicht gemein hat mit der AfD. Heute wieder starke Nerven nötig, um abzuwarten, ob es für den Einzug in die Bürgerschaft reicht.

  • DieterHoss
    • DieterHoss

    Jörg Schindler (Linke): Wenn Paul Ziemiak seine Parteifreunde in Thüringen zu Neuwahlen bewegen kann, dann haben wir dafür keine Scheu.